Johann Rädler: Der große Auftritt des Hinterbänklers

ÖVP-Mandatar Johann Rädler sorgt mit einem Zwischenruf für Aufsehen. Als ausländerfeindlich will er sich nicht bezeichnen lassen, als Zwischenrufer ist er aber schon öfter aufgefallen.

Johann Rädler
Johann Rädler
Johann Rädler – APA/ROLAND SCHLAGER

Wien. Leid tut es ihm nicht und entschuldigen will er sich auch nicht: Der ÖVP-Abgeordnete Johann Rädler, der mit einem Zwischenruf im Parlament („Wir sind hier nicht in Bosnien“ zu der aus Bosnien stammenden Liste-Pilz-Mandatarin Alma Zadic) für Aufregung gesorgt hat, macht keinen Rückzieher. Er habe nur darauf hinweisen wollen, dass in Bosnien viel schlimmere Zustände herrschen, sagt Rädler im Gespräch mit der "Presse".

Wer ist dieser Johann Rädler? Der Bürgermeister der niederösterreichischen Gemeinde Bad Erlach sitzt seit 2002 im Parlament, spielt dort aber eher die Rolle eines Hinterbänklers, dessen Tätigkeit in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. In der letzten Periode hat die Austria Presseagentur ein paar Meldungen über ihn bebracht, da war er Integrationssprecher der ÖVP. Das ist eine Position, mit der man sich prinzipiell schon profilieren kann - allerdings nicht, wenn der Integrationsminister (damals Sebastian Kurz) aus der eigenen Partei kommt.

Das ist drin:

  • 3 Minuten
  • 485 Wörter
  • 1 Bild

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen