General Commenda tritt ab

Bundesheer. Der Generalstabschef ist in Pension, sein Nachfolger steht offiziell noch nicht fest.

Othmar Commenda war Kabinettschef unter FPÖ-Verteidigungsminister Herbert Scheibner, er leitete unter ÖVP-Ressortchef Günther Platter die Bundesheer-Reformkommission
Othmar Commenda war Kabinettschef unter FPÖ-Verteidigungsminister Herbert Scheibner, er leitete unter ÖVP-Ressortchef Günther Platter die Bundesheer-Reformkommission
Othmar Commenda war Kabinettschef unter FPÖ-Verteidigungsminister Herbert Scheibner, er leitete unter ÖVP-Ressortchef Günther Platter die Bundesheer-Reformkommission – (c) Katharina Fröschl-Roßboth

Wien. Er hat alle politischen Umwälzungen im Bundesheer überlebt: Othmar Commenda war Kabinettschef unter FPÖ-Verteidigungsminister Herbert Scheibner, er leitete unter ÖVP-Ressortchef Günther Platter die Bundesheer-Reformkommission. SPÖ-Minister Norbert Darabos machte ihn zum stellvertretenden Generalstabschef, ehe er ihm 2013 den höchsten Posten im Bundesheer anbot: Den des Generalstabschefs. Das blieb Commenda auch unter den Darabos-Nachfolgern Gerald Klug, Hans-Peter Doskozil (beide SPÖ) und Mario Kunasek (FPÖ).

Der hat Commenda nun am Dienstag offiziell in die Pension verabschiedet und würdigte ihn als „Soldaten mit Leib und Seele“. Commenda war zweifellos derjenige, der die Reformen des Bundesheers in den vergangenen Jahren geprägt hat. In der Frage „Wehrpflicht oder Berufsheer“ hat er sich öffentlich nicht deklariert, im Gegensatz zu seinem Vorgänger Edmund Entacher hat er sich auch nie offen gegen den eigenen Minister gestellt. Wohl aber hat er in der Ära Klug angesichts des massiven Spardrucks warnend seine Stimme erhoben: Das Heer werde seine Aufgaben nicht mehr erfüllen können.

Die Nachfolge Commendas ist noch nicht entschieden. Alles andere als die Bestellung von Stabschef Robert Brieger wäre aber eine Überraschung. (maf)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.06.2018)

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