Kerniger als Kern

Max Lercher gibt als SPÖ-Bundesgeschäftsführer den bodenständigen Arbeitervertreter. Slim-Fit-Anzüge sind ihm fremd. Der Dialekt ist gewollt. Denn der Steirer soll der SPÖ in ihrer größten Problemzone helfen: dem Land.

Max Lercher
Max Lercher
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher vor einem Bild von Victor Adler, das in seinem Büro hängt. – Die Presse

Die beiden Politiker, die da auf der Bühne stehen, könnten in ihrem Erscheinungsbild und Auftreten unterschiedlicher kaum sein: Der eine im Slim-Fit-Anzug mit edler Krawatte hält seinen Vortrag im Managerstil. Der andere mit Vollbart, in Bluejeans und einem zerknitterten Sakko, schwingt seine Brandrede im steirischen Dialekt. „Wir zwei“, sagt der eine coram publico über den anderen, „wir haben schon oft über Männermode diskutiert.“ Einig wurden sie sich dabei offenbar nicht – wobei das nur den Kleidungs- und nicht den Politikstil betrifft.

Da hat SPÖ-Chef Christian Kern ganz bewusst auf Max Lercher gesetzt. Seit einem halben Jahr ist der 31-Jährige Bundesgeschäftsführer. „Max ist das verkörperte Zeichen dafür“, sagt Kern, „dass die SPÖ nicht nur in Wien stattfindet.“ Die Partei will das Land und die Arbeiter (zurück)gewinnen.

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