Wie christlich und sozial ist die ÖVP?

Diese Frage führt politisch zu unkonventionellen Allianzen. Die wiedereroberte Kanzlerschaft, der polarisierende Klubobmann, vor allem aber die Flüchtlingspolitik als bestimmendes Thema haben dies möglich gemacht. Die Haltung zur Migration hat frühere ideologische Muster gesprengt.

Ein Vorgänger von Papst Franziskus, Leo XIII., hat den Grundstein für die katholische Soziallehre gelegt.
Ein Vorgänger von Papst Franziskus, Leo XIII., hat den Grundstein für die katholische Soziallehre gelegt.
Ein Vorgänger von Papst Franziskus, Leo XIII., hat den Grundstein für die katholische Soziallehre gelegt. – REUTERS

Es ist schon eine Ironie der Geschichte, wenn nun viele Linke in die Klage miteinstimmen, die ÖVP sei nicht mehr christlich-sozial und sich darüber freuen, wenn jemand wie der frühere Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad das ausspricht. Früher einmal, da führte der politische Begriff „christlich-sozial“ eher zu Assoziationen mit Karl Lueger, Engelbert Dollfuß, Leopold Kunschak oder dem einflussreichen Cartellverband. Die Regierung von Sebastian Kurz, vor allem deren Grundthema Migration und Integration, hat diese ungewöhnliche Allianz möglich gemacht.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.08.2018)

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