"Können nicht integriert werden": Empörung nach angeblichem Kneissl-Zitat über muslimische Kinder

Die Aussage der Integrationsministerin wurde von einer jüdischen Studentenorganisation veröffentlicht. Der IGGÖ verlangte eine Klarstellung, das Ministerium erklärte sich.

Austria´s Foreign Minister Kneissl addresses the Human Rights Council at the United Nations in Geneva
Austria´s Foreign Minister Kneissl addresses the Human Rights Council at the United Nations in Geneva
Karin Kneissl fühlt sich falsch verstanden. (Archivbild) – (c) REUTERS (Denis Balibouse)

Integrationsministerin Karin Kneissl (FPÖ) hat mit einer angeblichen Aussage bei der OSZE-Konferenz zum Thema Antisemitismus in Bratislava die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) verärgert. Muslimische Kinder könnten nicht integriert werden, wurde sie von jüdischen Studentenvertretern auf Twitter zitiert. Damit steht es Aussage gegen Aussage: Das Ministerium meinte, Kneissl habe lediglich persönliche Erfahrungen geschildert.

Protest gegen Kneissls angebliche Aussage kam zuerst von der European Union of Jewish Students. "Das ist nicht, wofür wir jüdischen Studenten stehen", schrieb die Organisation auf Twitter. Auf das via Twitter verbreitete Zitat aufmerksam geworden, reagierte auch die IGGÖ: "Wir verlangen sofortige Klarstellung durch das Österreichische Außenministerium, ob es tatsächlich zu dieser rassistischen Entgleisung gekommen ist", teilte diese auf Facebook mit.

Kneissls Sprecher bezeichnete das Zitat, das bereits am Dienstag gefallen sein soll, als "bösartige Falschinformation". Die Ministerin habe bei der Konferenz von persönlichen Erfahrungen erzählt. Im Zuge der Flüchtlingskrise habe sie selbst muslimische Kinder betreut. Als diese ständig antisemitische Aussagen getroffen hätten, habe sie ihr Engagement abgebrochen, hieß es.

Auch Kneissl reagierte auf Twitter: Sie bezeichnete das Zitat als "Unsinn".

(APA)

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