Bis 2030 fehlen rund 24.000 Pflegekräfte in Österreich

Studie empfiehlt, den Beruf des Pflegers zu attraktivieren.

Laut Wifo wird sich die Zahl der alten Menschen in Österreich in den kommenden Jahrzehnten sowohl absolut als auch relativ (zu jener der Jüngeren) stark erhöhen.
Laut Wifo wird sich die Zahl der alten Menschen in Österreich in den kommenden Jahrzehnten sowohl absolut als auch relativ (zu jener der Jüngeren) stark erhöhen.
Laut Wifo wird sich die Zahl der alten Menschen in Österreich in den kommenden Jahrzehnten sowohl absolut als auch relativ (zu jener der Jüngeren) stark erhöhen. – (c) Clemens Fabry

Wien. Laut einem Bericht des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) steigt der Bedarf an Pflegekräften in den nächsten Jahrzehnten stark an. Im Jahr 2030 werden demnach gut 24.000 zusätzliche Stellen benötigt. Bis zum Jahr 2050 schätzt das Wifo den Mehrbedarf sogar auf knapp 80.000 Kräfte.

Laut Wifo wird sich die Zahl der alten Menschen in Österreich in den kommenden Jahrzehnten sowohl absolut als auch relativ (zu jener der Jüngeren) stark erhöhen. Während im Jahr 2017 nur 4,9 Prozent der Österreicher 80 Jahre oder älter waren, werden es bis 2030 schon 6,7 Prozent sein, so die Daten der Statistik Austria. Im Jahr 2050 wird schon mehr als jeder zehnte Österreicher über 80 sein.

Während in Wien der prognostizierte Mehrbedarf an Pflegekräften vergleichsweise gering ausfällt, wird er für Vorarlberg besonders hoch geschätzt. Um den steigenden Bedarf künftig decken zu können, empfiehlt das Forschungsinstitut, die Attraktivität der Pflegeberufe deutlich zu steigern.

 

PVA: Pensionsalter stieg an

Indes zeigen Zahlen der Pensionsversicherung, dass das faktische Pensionsalter weiter gestiegen ist. Im Vorjahr sind in Österreich die Männer durchschnittlich mit 61,3 Jahren in Pension gegangen, die Frauen mit 59,3 Jahren. 2017 war das Antrittsalter noch bei 60,9 bzw. 59,0 Jahren. Die Neos halten die Zahlen aber für unehrlich. So sei der Anteil der Ersatzzeiten höher als früher, die Beitragszeiten würden stagnieren. Zudem habe die PVA das Rehabilitationsgeld nicht ausgewiesen und Pensionsantritte unter 50 Jahren herausgerechnet. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.03.2019)

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