Umfrage zur EU-Wahl: ÖVP bei 28 Prozent, SPÖ bei 26

Die FPÖ liegt in einer aktuellen Prognose bei 23 Prozent, Grüne und Neos bei 8. Die Liste Jetzt würde den Einzug ins EU-Parlament verfehlen.

ÖVP-Spitzenkandidat Karas
ÖVP-Spitzenkandidat Karas
ÖVP-Spitzenkandidat Karas – APA/GERT EGGENBERGER

Gut zwei Monate vor der Europawahl liegt die ÖVP in Umfragen vor der SPÖ an der Spitze. Nach einer am Freitag veröffentlichten aktualisierten Prognose des Europaparlaments kommt die ÖVP auf 28 Prozent, gefolgt von SPÖ (26 Prozent) und FPÖ (23,0 Prozent). Dahinter rangieren Grüne und Neos gleichauf mit je 8 Prozent und die Liste Jetzt (3 Prozent).

Umgerechnet auf Mandate würde dies bedeuten, dass ÖVP und SPÖ auf jeweils sechs Sitze kommen (derzeit jeweils fünf), die Freiheitlichen auf fünf (derzeit vier), die Grünen auf einen (derzeit drei) und Neos auf einen (derzeit einen). Die Liste Jetzt (früher Liste Pilz) würde demnach den Einzug ins EU-Parlament nicht schaffen.

Für die Prognose wurden in Österreich Umfragen von "Research Affairs" im Zeitraum 14. bis 20. März mit 1002 Interviews herangezogen. Die Fehlerquote liegt bei 3,2 Prozent.

Prognose geht von Brexit aus

Die Prognose wurde unter der Annahme erstellt, dass Großbritannien nicht an der Europawahl teilnimmt. Dies kann sich aber ändern, wenn der Austrittsvertrag mit der EU im britischen Unterhaus erneut durchfällt und Großbritannien um einen längeren Brexit-Aufschub ansucht. Dann müsste Großbritannien auch an der Europawahl teilnehmen und die Zahl aller Parlamentssitze würde nicht auf 705 reduziert werden.

Bleibt Großbritannien bis auf weiteres EU-Mitglied, bliebe auch die Zahl der österreichischen Sitze bei derzeit 18. Scheidet Großbritannien noch vor der Europawahl aus, würde sich die Zahl österreichischer Mandate auf 19 erhöhen. Grund dafür sind demografische Anpassungen. Die ungarische Fidesz wird weiter der EVP zugerechnet.

 

(APA)

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