FPÖ-Mitarbeiter wollen Anteile an "Info-Direkt" abgeben

Im Bemühen um eine Abgrenzung von den Identitären wollen nun zwei oberösterreichische FPÖ-Mitarbeiter ihre Anteile an dem umstrittenen Medium abgeben.

Screenshot von der Website von "Info-Direkt" - aktuell gibt es dort ein Interview mit dem Chef der Identitären, Martin Sellner, zu lesen. Titel: "Sie haben es nicht geschafft uns zu ruinieren!"
Screenshot von der Website von "Info-Direkt" - aktuell gibt es dort ein Interview mit dem Chef der Identitären, Martin Sellner, zu lesen. Titel: "Sie haben es nicht geschafft uns zu ruinieren!"
Screenshot von der Website von "Info-Direkt" - aktuell gibt es dort ein Interview mit dem Chef der Identitären, Martin Sellner, zu lesen. Titel: "Sie haben es nicht geschafft uns zu ruinieren!" – www.info-direkt.eu

Zwei Mitarbeiter der FPÖ in Oberösterreich wollen sich von ihren Anteilen an dem umstrittenen rechten Magazin "Info-Direkt" trennen. Einer der beiden - er ist in der Landespartei tätig - bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Oberösterreichischen Nachrichten“ vom Dienstag über das Bemühen um Abgrenzung zu den Identitären.

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Der Zeitpunkt für den Ausstieg sei demnach nicht fixiert, da noch gesellschaftsrechtliche Fragen zu klären seien, hieß es den „Oberösterreichischen Nachrichten“ zufolge aus der FPÖ. Bisher sind Ulrich Püschel - Büroleiter des Linzer Vizebürgermeisters Markus Hein (FPÖ) - und auch Jan Ackermeier, politischer Referent in der oberösterreichischen FPÖ, mit jeweils 30 Prozent an dem rechten Medium beteiligt. Die restlichen 40 Prozent hält Michael Scharfmüller. Alle drei sind auch im Impressum auf der Website von „Info-Direkt“ aufgezählt.

Haimbuchner empfahl Rückzug

„Info-Direkt“ war in die öffentliche Aufmerksamkeit gerückt, weil es den Identitären-Chef Martin Sellner verteidigte. So wurde unter anderem ein Text mit dem Titel „Wir Patrioten sitzen in einem Boot mit Martin Sellner“ veröffentlicht, bebildert mit einer Collage von Bundeskanzler Sebastian Kurz, Identitären-Chef Sellner, FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und FPÖ-Oberösterreich-Chef Manfred Haimbuchner zusammen in einem Boot. Das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands bezeichnete "Info-Direkt" als an der Grenze zum Neonazismus stehend.

Haimbuchner hatte zuletzt die Abgabe der Beteiligung an „Info-Direkt“ empfohlen. Die FPÖ hatte immer wieder betont, nichts mit den Identitären zu tun zu haben.


>> zum Bericht der „Oberösterreichischen Nachrichten“ 

(APA/Red.)

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