Vorarlberger Grünen-Klubchef Gross verlässt Politik

Adi Gross tritt nicht mehr zur Landtagswahl im Herbst an. Er nimmt sich aus gesundheitlichen Gründen ab sofort eine Auszeit.

Grüner Quereinsteiger: Adi Gross (Archivbild)
Grüner Quereinsteiger: Adi Gross (Archivbild)
Grüner Quereinsteiger: Adi Gross (Archivbild) – Die Grünen Vorarlberg

Der Klubobmann der Vorarlberger Grünen, Adi Gross, hat am Dienstag seinen Verzicht auf eine Kandidatur bei den Vorarlberger Landtagswahlen im September bekannt gegeben. In einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz stellte Gross fest, dass er sich aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit nehmen, bis zum Ende der Legislaturperiode aber Klubobmann bleiben werde.

Der Energieexperte Gross zog vor fünf Jahren als Quereinsteiger in den Landtag ein und übernahm auch gleich die Führung der Fraktion. Es sei in dieser Zeit in der schwarz-grünen Zusammenarbeit in der Landesregierung vieles gelungen, betonte der 57-Jährige. Konkret nannte er Verbesserungen im öffentlichen Verkehr, der Pflege, der Kinderbetreuung, aber auch bei der Vorarlberger Mindestsicherung ("die ist gut"). Vorarlberg sei nach wie vor ein offenes und sicheres Land, unterstrich Gross.

Zu den Gründen für seinen Rückzug erklärte Gross - ohne Namen zu nennen -, dass er "jungen, hervorragenden Menschen in der Partei Platz" machen wolle. Die fünf Jahre in der Politik seien sehr herausfordernd und konfliktreich gewesen, als Klubobmann der kleinen Regierungspartei sitze man oft "zwischen allen Stühlen". Dennoch habe man in der Koalition gute Arbeit zustande gebracht. Aufgrund der Spuren, die die Jahre in der Politik hinterlassen haben, werde er sich nun auf ärztlichen Rat hin die Regenerationszeit nehmen, "die ich brauche", so Gross.

Parteichef Johannes Rauch bedauerte die Entscheidung von Gross und sprach von einem schweren Verlust für die Grünen. Gross habe als Klubobmann wesentlich zum Gelingen der schwarz-grünen Koalition beigetragen.

(APA)

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