Ibiza-Video: Strache will "seine Unschuld" beweisen

Der zurückgetretene FPÖ-Chef will „die Hintermänner des kriminell erstellten Videos“ ausfindig machen. Bei Bundespräsident Van der Bellen hat er bereits um Enthebung aus seinen Ämtern angesucht.

Szene aus dem belastenden 'Ibiza - Videos' in der Causa Strache
Szene aus dem belastenden 'Ibiza - Videos' in der Causa Strache
Szene aus dem belastenden 'Ibiza - Videos' in der Causa Strache – APA/HARALD SCHNEIDER

Heinz-Christian Strache ist wegen des „Ibiza-Videos“ als FPÖ-Bundesparteiobmann und Vizekanzler zurückgetreten, auch seinen Posten als Wiener Parteichef gab er ab. Ruhig geworden ist es um den 49-Jährigen deswegen freilich nicht. Und das auch deshalb, weil er sich selbst via Facebook zu Wort gemeldet hat.

So postete er am Montag etwa, dass der deutsche Datenschützer Stefan Brink „die heimliche Aufzeichnung des Videos" und dessen „Veröffentlichung in deutschen und österreichischen Medien" kritisiert habe. Wenige Stunden später wurde auf der Facebook-Seite von Strache appelliert, den designierten Parteichef Norbert Hofer zu unterstützen: „Wir sind weiterhin eine starke freiheitliche Familie! Bitte unterstützt Norbert Hofer in dieser wichtigen Phase!“, war zu lesen.

Am Dienstag, kurz vor 9 Uhr morgens, folgte eine dritte Nachricht: „Wir werden die Hintermänner des kriminell erstellten Videos und Dirty Campaignings aus dem Ausland gegen meine Person ausfindig machen und ich werde meine Unschuld beweisen! Dafür kämpfe ich!“ Was bzw. wen genau er damit meinte, blieb Strache schuldig.

Enthebungsersuchen beim Präsidenten eingelangt

Konkreter fiel indes sein Ansuchen bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen aus. Er suchte um Enthebung aus seinen Posten an. Das entsprechende Schreiben langte am Montagnachmittag in der Präsidentschaftskanzlei ein.

 

Facebook-Posting von Strache:

(hell/APA)

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