EU-Wahl: Strache könnte Parteiausschluss drohen

Wird in der FPÖ bereits ein Parteiausschlussverfahren für Heinz-Christian Strache vorbereitet? Gemunkelt wird darüber. Offiziell wird das aber dementiert.

Austrian Vice Chancellor Heinz-Christian Strache addresses the media in Vienna
Austrian Vice Chancellor Heinz-Christian Strache addresses the media in Vienna
REUTERS

Sollte Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sein Mandat im Europaparlament annehmen, könnte ihm der Parteiausschluss drohen. Das berichtete die "Tiroler Tageszeitung" (Montags-Ausgabe) mit Berufung auf Parteikreise. So soll etwa die FPÖ Oberösterreich bereits einen Antrag für einen Parteiausschluss vorbereiten, für den Fall, dass Strache das EU-Mandat tatsächlich ab 2. Juli beansprucht.

Bei einer Präsidiumssitzung der Bundespartei in den nächsten Tagen soll das weitere Vorgehen besprochen werden, bis dahin erwarte man sich eine Klarstellung Straches, berichtete die Zeitung. Am Montagmorgen meldete sich die FPÖ Oberösterreich zu Wort und wies den Medienbericht zurück, denen zufolge ein Parteiausschlussverfahren für Heinz-Christian Strache angestrengt werden solle, falls dieser sein Mandat im EU-Parlament annimmt. „Die Entscheidung über die Annahme dieses Mandates obliegt einzig und allein ihm. Allfällige innerparteiliche Überlegungen werden danach in den Parteigremien angestellt. In Oberösterreich gibt es dazu weder Vorbereitungen, noch fertige Anträge“, so ein Sprecher der Landespartei.

>>> Heinz-Christian Strache muss gehen – aber wohin?

Strache als wilder Abgeordneter?

In der "Tiroler Tageszeitung" klang das noch anders. Dort wurde mit Berufung auf Parteikreise berichtet, dass Strache einem Ausschluss  möglicherweise zuvorkommen könnte und von sich aus seine Parteimitgliedschaft ruhend stellen bzw. aus der Partei austreten - und dann als wilder Abgeordneter in das Europaparlament einziehen könnte. Der über die Ibiza-Affäre gestolperte Ex-Vizekanzler hätte Anspruch auf eines der drei FPÖ-Mandate, weil er die nötigen Vorzugsstimmen bekommen hat. Auf Facebook sagte er zunächst die Annahme des EU-Mandats zu, zog das Posting aber gleich wieder zurück. Er wolle sich die Zeit nehmen, mit seiner Frau, seiner Familie und seinen engsten Begleitern über seine politische Zukunft nachzudenken, erklärte er zuletzt.

 

(APA)

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