SPÖ: Nicht alle Länder stehen hinter Rendi-Wagner

Offenbar nicht alle SP-Landeschefs sind mit dem Ausgang der Krisensitzung restlos zufrieden. Unterstützung bekommt Pamela Rendi-Wagner vor allem von den Wiener Landesorganisation und der Gewerkschaft.

Pamela Rendi-Wagner dürfte den Machtkampf in der SPÖ vorerst für sich entschieden haben. Unterstützung für die SPÖ-Chefin gab es dem Vernehmen nach vor allem von der Wiener Landesorganisation und den SPÖ-Gewerkschaftern. Widerstände soll es von einzelnen Landesorganisationen gegeben haben.

Der steirische SP-Chef Michael Schickhofer verließ die Sitzung kommentarlos. Zur "Kleinen Zeitung" sagte er: "Es ist alles gesagt, was zu sagen ist. Es gibt keine Veränderung.“ Schickhofer wolle sich jetzt auf die Steiermark konzentrieren. Die Situation der Bundespartei betrachtet er offenbar weiterhin äußerst kritisch, so die "Kleine".

Auch Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil verließ die Sitzung kommentarlos, seitens seines Büros gab es auch am späteren Abend kein Kommentar. Kommentarlos verlassen hatten die Sitzung auch Gewerkschafts-Präsident Wolfgang Katzian und der Chef der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter, Rainer Wimmer.

Kaiser: „Dinge ausgeredet"

Pressestatements gaben nach dem Treffen im Wiener Renner-Institut neben Wiens Bürgermeister Ludwig - der erklärt hat, Rendi-Wagner „tatkräftig unterstützen“ zu wollen - und Rendi-Wagner selbst nur Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser und Niederösterreichs SP-Chef Franz Schnabl ab. Kaiser sagte, man habe strategische Fragen erörtert und "Dinge ausgeredet". Schnabl betonte, Personelles sei gar nicht auf der Tagesordnung gestanden.

Kaiser erklärte, man habe sich bei dem Treffen, das "keinen formellen Charakter" gehabt habe, über punktuelle Verstärkungen der Teams unterhalten sowie "sehr viele strategische Fragen erörtert". Als Team stehe man klar "neben, hinter und vor" Rendi-Wagner.

Schnabl: Personelle Änderungen „wollen wir nicht"

Es sei auch über den Begriff "Gerüchte" gesprochen worden, sagte Kaiser auf Nachfrage zu den Personalspekulationen. Und dieser Begriff sei auch das einzige, was davon "übrig geblieben" sei. Es gehe nun darum, wie man Politik bestmöglich gestaltet, betonte Kaiser. Die SPÖ habe in den "letzten zwei, drei Jahren" keine leichte Zeit gehabt, meinte er. "Genau deshalb sind solche Aussprachen unter Freunden wichtig", betonte er.

Schnabl, der das Treffen als letzter der Landes-Vertreter verlassen hatte, erklärte, man habe sich "sehr intensiv" darüber ausgetauscht, wie man in den kommenden Wahlkampf gehen werde. Personelle Änderungen seien gar nicht auf der Tagesordnung gestanden, wurden nicht besprochen, seien "nicht notwendig und wollen wir nicht", betonte er.

(APA)

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