Ein Ex-Kanzler auf inoffizieller Wahlkampftour

Zum Auftakt einer mehrwöchigen Bundesländertour besucht Sebastian Kurz Salzburg - und macht etwa beim Hilfswerk, der Freiwilligen Feuerwehr und einem Biobauernhof Halt.

Kurz beim Hilfswerk in Puch bei Hallein.
Kurz beim Hilfswerk in Puch bei Hallein.
Kurz beim Hilfswerk in Puch bei Hallein. – APA/BARBARA GINDL

Die ÖVP will offiziell erst am 2. September in den Wahlkampf starten, der Ende Mai abgewählte Bundeskanzler und neuerliche Spitzenkandidat Sebastian Kurz macht sich dennoch schon auf, um mit den Wählern ins Gespräch zu kommen. Am Dienstag fiel der Stratschuss zur entsprechend benannten Tour „Kurz im Gespräch“, im Zuge derer er alle neun Bundesländer besuchen möchte. Der Auftakt fand in Salzburg statt.

"Mehr Zeit für Gespräche, nicht nur zwischen Tür und Angel", sollen es sein, wie ein Mitarbeiter von Kurz vor dem ersten Stopp angekündigt hat. Am Dienstag betonte auch der Ex-Kanzler, nun jene Gespräche mit Bürgern führen zu können, zu denen er ohne die Turbulenzen der vergangenen Wochen nicht gekommen wäre. Station machte er dafür zunächst in der Zentrale des Hilfswerks Salzburg in Puch-Urstein. "Wir hätten uns in der Regierung dieses Jahr der Pflege als Schwerpunktthema angenommen. Durch die Neuwahl verzögert sich das aber etwas", sagte der ÖVP-Chef.

Kurz beim Hilfswerk in Puch
Kurz beim Hilfswerk in Puch
Kurz beim Hilfswerk in Puch – APA/BARBARA GINDL

An Wünsche an ihn herangetragen wurde dort etwa mehr Kompetenzen für Pflegefachassistenten, ein Pflichtpraktikum, das auch die Hauskrankenpflege beinhaltet, auf jeden Fall, dass keine Pflegemodelle kommen, welche die Situation pflegebedürftiger oder alter Menschen verschlechtern. "Wichtig ist, dass das Thema Pflege in der nächsten Legislaturperiode hochgehalten wird", sagte Hilfswerk-Geschäftsführer Hermann Hagleitner. Eine Bereichsleiterin ergänzte: "Wir hoffen, dass Kurz die Wünsche auch weiterträgt."

Kurz selbst kündigte finanzielle Anreize für pflegende Angehörige an. Weil die Abschaffung des Pflegeregresses zu einer Verschiebung Richtung Heime geführt habe, wolle er die Möglichkeit der Pflege Zuhause forcieren. Im Anschluss daran machte sich Kurz auf, um die Freiwillige Feuerwehr in Grödig zu besuchen, einen Biobauerhof in Wals-Siezenheim, den Tourismusverband der Region Fuschlsee. Als Abschluss ist für den Abend eine Diskussionsveranstaltung in Seekirchen am Wallersee angesetzt.

Am Donnerstag geht die Bundesländertour in Niederösterreich weiter, nächste Woche steht Oberösterreich am Programm.

(Red./APA)

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