Rotes Kreuz: Entgeltfortzahlung für Freiwillige "kontraproduktiv"

Die Hilfsorganisation spricht sich gegen Verpflichtungen aus, das könnte Freiwilligen Nachteile bei der Jobsuche bringen. Man befürwortet ein Bonussystem.

Archivbild. Das Rote Kreuz sieht viele Arbeitgeber als sehr entgegenkommend.
Archivbild. Das Rote Kreuz sieht viele Arbeitgeber als sehr entgegenkommend.
Archivbild. Das Rote Kreuz sieht viele Arbeitgeber als sehr entgegenkommend. – APA/BARBARA GINDL

Eine Verpflichtung für Arbeitgeber zur Freistellung von freiwilligen Helfern, wie vom Nationalrat geplant, hält das Rote Kreuz für kontraproduktiv. Das teilte die Organisation am Samstag in einer Aussendung mit. Vorstöße in Richtung von Initiativen zur Förderung der Freiwilligkeit seien begrüßenswert, sie müssten aber gut durchdacht sein, meinte Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer.

Denn die überwiegende Mehrheit der Arbeitgeber gebe schon jetzt auf freiwilliger Basis den Helfern dienstfrei. Außerdem habe ein derartiges Anrecht von Freiwilligen möglicherweise Nachteile auf dem Arbeitsmarkt zur Folge. Wie das Präsidium des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes (ÖBFV) befürwortet auch das Rote Kreuz ein Anreizsystem, das Arbeitgeber belohnt, wenn diese Freiwillige für den Katastrophenhilfsdienst freistellen, etwa mittels einer Reduktion der Lohnnebenkosten durch Entschädigung aus öffentlichen Bundesmitteln.

(APA)

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