Ab August wird die Karenz bei Versicherungszeiten voll angerechnet

Nun werden bis zu 24 Monate Karenzzeit angerechnet. Auch binationale Ehen sind für alle gleichgeschlechtlichen Paare erlaubt.

Karenzzeiten werden voll angerechnet.
Karenzzeiten werden voll angerechnet.
Karenzzeiten werden voll angerechnet. – Clemens Fabry

Bisher waren Eltern (meist Mütter), die länger Zuhause bei ihrem Baby waren, beruflich benachteiligt: Denn gesetzlich war es so geregelt, dass nur zehn Monate der Karenzzeit für das Berufs- und Pensionsleben angerechnet wurden. Mehr Anrechnungszeiten waren - wenn überhaupt - nur in Kollektivverträgen niedergeschrieben. Theoretisch kann man allerdings bis zu 24 Monate in Karenz gehen, 14 Monate gehen sozusagen verloren. Das hat Nachteile bei Ansprüchen auf die sechste Urlaubswoche, Gehaltssprüngen, Kündigungsfristen und Entgeltfortzahlungen bei Krankenständen. 

Ab 1. August tritt eine Änderung in Kraft, die das Parlament auf Initiative der SPÖ beschlossen hatte: Karenzzeiten werden bei Gehaltsvorrückungen voll anerkannt. Für die Bemessung von Urlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und Kündigungsfristen wurden bisher maximal zehn Karenzmonate angerechnet.

Diese Neuregelung gilt aus Kostengründen allerdings nicht rückwirkend, sondern nur für künftige Karenzen. Der Beschluss dafür fiel Anfang Juli im Nationalrat einstimmig, sowohl SPÖ als auch ÖVP reklamierten die Urheberschaft für sich.

Auch Ehe für - wirklich - alle tritt in Kraft

Ebenfalls mit August tritt die Aufhebung des Eheverbotes für binationale gleichgeschlechtliche Paare in Kraft. Damit wird es nun auch möglich, Partner zu ehelichen, in deren Heimatland es keine Homo-Ehe gibt, etwa Ungarn oder Bosnien. Bisher konnten solche Paare nur eine Eingetragene Partnerschaft eingehen. Auch diese Neuregelung hat der Nationalrat Anfang Juli beschlossen - mit Zustimmung aller Fraktionen außer der FPÖ.

 

(red. )

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