Die heikle Einladungspolitik der Parteien

SubtextHintergrundgespräche glichen in den vergangenen Jahren schon oft Pressekonferenzen mit Gästelisten.

HINTERGRUNDGESPRAeCH OeVP ZU HACKERANGRIFF: KURZ / KRAVITZ
HINTERGRUNDGESPRAeCH OeVP ZU HACKERANGRIFF: KURZ / KRAVITZ
Als Sebastian Kurz (l.) mit IT-Experte Ari Kravitz (r.) über den Hack bei der ÖVP sprach, war es Journalisten des "Falter" nicht erlaubt, dabei zu sein. – APA/JOHANNES BRUCKENBERGER

Falls das Ziel maximale Aufmerksamkeit war, dann wurde es erreicht: Am Dienstagvormittag veranstaltete die ÖVP ein Hintergrundgespräch, um Teile ihres Wahlprogramms zu präsentieren. Allerdings erhielten nur Vertreter von Tageszeitungen, Radio und TV eine Einladung. Zumindest vorerst. Denn der „Falter“, derzeit besonders im Clinch mit der Volkspartei, fällt nicht in diese Kategorie. Eineinhalb Stunden vor dem Termin gab die ÖVP nach und teilte auf Twitter mit: „Auch Wochenzeitungen sind herzlich willkommen.“ Am Ende waren zwei Dutzend Journalisten in der Parteizentrale in der Lichtenfelsgasse – eine durchaus große Runde für einen solchen Termin.

Schon in der Vorwoche hatte die Partei zu einem Mediengespräch geladen: Die ÖVP informierte über den Hackerangriff, den Experten in dem Computersystem entdeckt hatten. Der „Falter“, der Informationen veröffentlicht haben soll, die dem Cyberangriff entstammen, durfte nicht dabei sein.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.09.2019)

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