Nach SPÖ-Rauswurf: Grüne buhlen um Christa Kranzl

Niederösterreichs Grüne bieten Christa Kranzl an, ihre politische Heimat zu wechseln. Am Montag musste die ehemalige Landesrätin und Staatssekretärin alle Funktionen in der SPÖ zurücklegen.

Gruene buhlen um Christa Kranzl
Gruene buhlen um Christa Kranzl
Grüne buhlen um Christa Kranzl – (c) (Clemens Fabry)

Niederösterreichs Grüne bieten Christa Kranzl nach ihrem Rauswurf aus der SPÖ an, ihre politische Heimat zu wechseln. Im Gegensatz zu den Parteigranden hätte Christa Kranzl als Kommunalpolitikerin gezeigt, dass sie sich für die Anliegen der Bürger einsetzt, wie der grüne Landesgeschäftsführer Thomas Huber hervorhebt.

Die ehemalige Landesrätin und Staatssekretärin der SPÖ war am Montag wegen mehrerer Verstöße gegen das Parteistatut aus der Partei ausgeschlossen worden. Im März hat die Sozialdemokratin mit der „Liste Christa Kranzl und Unabhängige“ in ihrem Heimatort Persenbeug-Gottsdorf kandidiert und vier Mandate erreicht.

"Bei den Grünen ist Kranzl willkommen"

Besonders schätzen die Grünen den Einsatz Kranzls in der Affäre um den Glücksspielkonzern Novomatic. "Kompetente und erfahrene Menschen sind bei den Grünen immer willkommen", sagt Huber. Genauso wie Emil Schabl, der ebenfalls am Montag seine Parteifunktionen in der SPÖ zurücklegen musste. Er war von 2003 bis 2008 Mitglied der niederösterreichischen Landesregierung. Der Rauswurf der beiden Funktionäre sei daher für Huber "völlig unverständlich."

Christa Kranzl gefiel sich in der Rolle der Unbeugsamen, als Dissidentin sah sie sich dennoch nie: Eigentlich habe sie mit ihrer Liste mit der Orts-SPÖ gemeinsame Sache machen wollen, doch von dort gab es keine Gesprächsbereitschaft, sagt sie in einem Gespräch mit der "Presse".

(Red.)

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