Baustelle, immerdar

Nicht in der „gequetschten Enge“ der Innenstadt hätten sie eigentlich platziert werden sollen. Aber wie so oft kam es auch bei den Salzburger Festspielhäusern ganz anders, als ursprünglich gedacht. 90 Jahre Salzburger Festspiele: eine Baugeschichte im Zeitraffer.

Nicht in der ,gequetschten Enge‘ der Stadt, sondern im landschaftlichen Weichbild“ in Hellbrunn – so Josef August Lux 1918 – sollte das Salzburger Festspielhaus liegen. Hans Poelzig plante zwischen 1920 und 1922 ein Projekt in drei Entwurfsschritten. Der deutsche Architekt beherzigte die Forderung des Theatermagiers Max Reinhardt, Bühne und Zuschauerraum ineinandergreifen zu lassen. Poelzigs erster Entwurf schöpfte bewusst aus Salzburgs Vergangenheit und dem konkreten Ort. Mozart, Rokoko, die Grotten und das Steintheater von Hellbrunn konnten – von ihm spezifisch interpretiert – als grottenartige Höhle, künstliche Landschaft anklingen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.07.2010)

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