Fekter wird Finanzministerin, Bandion-Ortner abgesägt

Wie die "Presse" erfahren hat, wird die Innenminsterin das Ressort wechseln und Josef Pröll als Finanzminister beerben. Justizministerin Bandion-Ortner ist ihren Job los.

Fekter wird Finanzministerin BandionOrtner
Fekter wird Finanzministerin BandionOrtner
(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)

Der angekündigte Personalumbau unter dem neuen ÖVP-Chef Michael Spindelegger hat begonnen: Wie die "Presse" am Freitag erfuhr, wird VP-Innenministerin Maria Fekter das Ressort wechseln und Josef Pröll als Finanzminister beerben. Fekter wird damit die erste Frau in dieser Position.

Fekter hatte sich heute selbst klar in Position gebracht: "Ich bin qualifiziert für dieses Amt", erklärte die Betriebswirtin im "Ö1"-Radio. "Ich bin Juristin und studierte Betriebswirtin, habe dort Steuerlehre, Prüfungswesen studiert, also eigentlich das Fach, das man für die Finanzen braucht."

Bandion-Ortner muss gehen

Auch die Ablöse der glücklosen Justizministerin Claudia Bandion-Ortner (44) ist fix. Wie aus verlässlicher Quelle gegenüber der „Presse“ verlautet, hat Spindelegger der Ministerin am Freitag mitgeteilt, dass der kommende Mittwoch ihr letzter Arbeitstag ist. Am Donnerstag will Spindelegger schon einen Nachfolger angeloben lassen.

Wer das sein soll, das wollte sich Spindelegger noch nicht entlocken lassen. Über bisher kursierende Namen wie Christoph Herbst, Anwalt und Chef des Flughafen Wien – er genießt das Vertrauen von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll – sagte Spindelegger dem Vernehmen nach nur, dass zu früh genannte Kandidaten in Wahrheit meist schon aus dem Rennen seien.

Für Bandion-Ortner ist der Abschied aus der Politik bitter: Sie muss mehr oder minder direkt an ihren früheren Arbeitsplatz als Richterin im Grauen Haus zurückkehren. Weil sie dort einen fixen Arbeitsplatz hat, stehen ihr nicht die sonst üblichen sechs Monate zur Jobsuche für ausgeschiedene Regierungsmitglieder zur Verfügung.

Bandion-Ortners Abgang kommt aber nicht überraschend: Die Grazerin war mehrmals ins Fettnäpfchen getreten. Josef Pröll hatte ihr aber die Treue gehalten. Auch deshalb, weil sie seine "Erfindung" war. Durch Prölls Rücktritt war auch Bandion-Ortners politisches Schicksal besiegelt.

(Red.)

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