Integration: Häupl bietet Kurz Zusammenarbeit an

Wiens Bürgermeister erwartet sich von dem neuen Staatssekretär eine "grundsätzlich andere Herangehensweise" an das Thema Integration. Vorverurteilungen aufgrund des Alters nennt er "kindisch".

Integration: Häupl bietet Kurz Zusammenarbeit an
Integration: Häupl bietet Kurz Zusammenarbeit an
Wiens Bürgermeister Michael Häupl – (c) APA/GEORG HOCHMUTH (Georg Hochmuth)

Der Wiener SP-Bürgermeister Michael Häupl will mit Neo-Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) kooperieren. "Ich biete dem jungen Kollegen gern die Zusammenarbeit in Fragen der Integration an", sagte Häupl am Dienstag.

Für den Bürgermeister ist die Schaffung des Integrationsstaatssekretariats ein "guter erster Schritt". Es wäre ihm allerdings "lieber gewesen, wenn es in einem anderen Ministerium angesiedelt ist". Es sei jedenfalls begrüßenswert, dass ein Wiener dieses Amt bekleide: "Im Interesse der Sache, denke ich, wäre es gut, wenn er Erfolg hätte." Und es wäre "vernünftig", wenn man hier kooperiere.

"Fremde sind nicht per definitionem Feinde"

Inhaltlich erwartet sich Häupl eine "grundsätzlich andere Herangehensweise" an die Thematik - denn: "Fremde sind nicht per definitionem Feinde". Zuwanderer suchten vielmehr Hilfe und Unterstützung und seien vielfach als Bereicherung anzusehen. Häupl bekannte sich erneut zu "Zuzugregeln". Gleichzeitig müsse man Neuankömmlingen mit "optimalen Integrationsbedingungen" begegnen. Hier sei vor allem die Sprache ein wichtiges Element.

Eine Beurteilung des Politikers Kurz wollte Häupl noch nicht abgeben. Dafür sei dessen Anwesenheit "auf dem Spielfeld des Wiener Gemeinderats" zu kurz gewesen, betonte der Bürgermeister. Der Neo-Staatssekretär war nach der Wien-Wahl im Oktober 2010 als VP-Abgeordneter in das Stadtparlament eingezogen.

Was Kurz' Auftritte im Wahlkampf - u.a. mit dem vielzitierten "Geilomobil" und Slogans wie "Schwarz macht geil" - betrifft, so seien Geschmäcker eben verschieden, so Häupl. Es sei ihm jedenfalls nicht aufgefallen, dass Kurz im Wahlkampf "inhaltlich etwas gesagt" hätte. "Aber das ist Geschichte." Vorverurteilungen aufgrund des Alters - Kurz ist 24 Jahre alt - halte er jedenfalls für "kindisch", betonte Häupl.

(APA)

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