Stronach: Finanzielle Hilfe für etwaige Studentenpartei

Das Land werde nicht richtig gemanagt und der Euro sei eine „Missgeburt“, sagt Frank Stronach. Eine von Studierenden geführte Partei würde er finanziell unterstützen.

(c) REUTERS (STRINGER/AUSTRIA)

Graz/Apa. Eine eigene Partei wolle Frank Stronach trotz Unzufriedenheit mit der derzeitigen politischen Situation in Österreich zwar nicht gründen. Eine von Studierenden geführte Partei würde er aber sehr wohl finanziell unterstützen, sagte der Gründer des Magna-Konzerns am Mittwochabend bei einer Veranstaltung der Uni Graz zum Thema „Wohlstand schaffen und gerecht verteilen: Reformvorschläge für Österreich“.

Einer „zivilisierten Partei“ würde er sogar „sehr viel Geld geben“, so Stronach. Denn: „Wir brauchen eine Revolution des Denkens.“ „Ihr müsst es machen, ihr habt so viele Mittel der Kommunikation untereinander“, wandte sich Stronach an die Studenten. Kritik übte der 78-Jährige an der derzeitigen politischen Führung: Das Land werde gemanagt durch politische Überlegungen, „es muss aber durch sozialökonomisches Denken gemanagt werden“. Politiker seien „nette Burschen“, ob sie aber einen Greißler führen können, wisse er nicht, so der Unternehmer.

 

Verwaltung „kultiviert abbauen“

Stronach plädierte für vier Punkte im Rahmen einer Staatsreform: ein balanciertes Budget und die Rückzahlung von Schulden, ein klares Steuersystem, dafür, „kultiviert“ die Verwaltung abzubauen, sowie für das Recht des Arbeiters auf einen Teil des Profits der Unternehmen. Auch zur EU äußerte sich Stronach: Österreich solle zwar Teil dieser bleiben, der Euro sei aber eine „Missgeburt“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.11.2011)

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