''Nazis'' oder ''stinknormal''?: Proteste gegen den WKR-Ball

breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Für Freunde wie für Gegner hatte der heurige Ball des Wiener Korporationsrings eine besondere Bedeutung: Für die Burschenschafter war es das letzte Mal, dass sie in der Hofburg tanzen durften, ...(c) APA (Fayer)
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

... bei den Gegnern sorgte für besondere Aufregung, dass der Ball diesmal am internationalen Holocaust-Gedenktag stattfand. Entsprechend aufgeladen war die Stimmung schon im Vorfeld.

Von Maria Kronbichler (DiePresse.com)(c) APA
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Freitag, 18:30 Uhr: Verschiedene Gegner-Gruppen versammeln sich an verschiedenen Punkten Wiens. Vom Westbahnhof startet ein Demonstrationszug des Bündnisses "No WKR" (Bild). Vor der Hauptuniversität beginnt die "Offensive gegen Rechts". Und am Heldenplatz will die Plattform "Jetzt ein Zeichen setzen" ebendas.(c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Ein massives Polizeiaufgebot begleitet die No-WKR-Demonstranten, die Sprechchöre gegen "Nazis" und "Burschis" skandieren. Hin und wieder fliegen Feuerwerkskörper. "Pyrotechnik ist kein Verbrechen", rufen die Demonstranten in Richtung Polizisten - die aber ohnehin nicht eingreifen.(c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Mit dabei im Demozug ist eine Gruppe extra angereister Deutscher. "Die Rechtspopulisten kommen auch von überall her, da sollte man Wien nicht allein lassen", sagen sie.(c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Am Ring kommt es dann zum Demo-Stau. Der Zug vom Westbahnhof bewegt sich Richtung Heldenplatz, während die Gruppe von der Hauptuni in die andere Richtung will. Kurze Zeit sind die Polizisten an der Spitze der beiden Züge ratlos. Dann weichen sie einfach zur Seite und lassen die Gruppen aufeinander zu marschieren.(c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Gesittet im Rechtsverkehr marschieren die Demonstranten aneinander vorbei.(c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Fast könnte man meinen, beide Demozüge skandieren denselben Spruch, doch bei genauerem Hinhören zeigt sich: Während es bei den einen (Offensive gegen Rechts) "Hoch die internationale Solidarität" heißt, ist es bei den anderen (No WKR) "Hoch die antinationale Solidarität".(c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Der No-WKR-Zug findet den Heldenplatz bereits gut gefüllt vor. Laut Polizei wächst die Menge im Laufe des Abends auf 2500 Menschen, die Veranstalter zählen mehr als doppelt so viele.((c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Die angemeldete Kundgebung am Heldenplatz verläuft äußerst friedlich. Tausende Teilnehmer lauschen den Reden und Musikdarbietungen. Erstmals seit Jahren war eine Kundgebung gegen den WKR-Ball genehmigt worden.APA
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Der Platz steht den Ball-Gegnern nur teilweise offen. Die Behörden haben ein weites Gelände um die Hofburg abgesperrt, um Zusammenstöße mit den Ballbesuchern zu verhindern.(c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Die Ballbesucher betreten die Festräume über den Josefsplatz. Zwei Busse mit Gästen werden in der Herrengasse von einer Sitzblockade an der Weiterfahrt gehindert.(c) Dapd (Hans Punz)
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Auf dem WKR-Ball sind Medienvertreter nicht erwünscht, dafür lässt die Polizei sie einige Zeit auf den Josefsplatz. Den Ballbesuchern behagt das Blitzlichtgewitter gar nicht: "Frechheit", murmelt eine Dame; "Wir werden behandelt wie Aussätzige", eine andere.(c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Es handle sich um einen "stinknormalen Ball", meint ein Besucher aus Deutschland. Dass er am Holocaust-Gedenktag stattfindet, sei sicher keine Absicht, sondern "Pech".(c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Gegen 21 Uhr trifft FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ein. Und während er in der Hofburg von einem "wundervollen kulturellen Fest, das wir uns nicht nehmen lassen" spricht...((c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

... lösen sich die Demos nach und nach auf. Winterliche Temperaturen und ein Stromausfall auf der Bühne des Heldenplatzes tragen ihr übriges dazu bei.(c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Die Polizei zieht Bilanz: 9 Personen wurden wegen gerichtlich strafbarer Handlungen, 11 weitere wegen Verwaltungsdelikten festgenommen, drei Ballgäste und fünf Beamte wurden leicht verletzt.

(Im Bild: Festnahme vor dem Volksgarten)(c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Weitere Bilder von den Demos:(c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

(c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

(c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

(c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

(c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

(c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

(c) Kronbichler
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

(c) Kronbichler