Nach Alko-Fahrt: Frühstück bleibt VP-Klubchef

Die Vorarlberger ÖVP hält an ihrem Klubobmann fest. Er wurde parteiintern verwarnt. "Noch einmal geht das nicht", sagt Landeshauptmann Wallner.

Nach AlkoFahrt Fruehstueck bleibt
Nach AlkoFahrt Fruehstueck bleibt
(c) Gepa (Oliver Lerch)

Die Vorarlberger ÖVP hält trotz einer Alko-Fahrt an Roland Frühstück als Klubobmann im Landtag fest. Das ist das Ergebnis einer Aussprache zwischen Frühstück, Landesparteichef Landeshauptmann Markus Wallner und Landesgeschäftsführer Dietmar Wetz am Ostermontag. Gegen Frühstück wurde allerdings eine parteiinterne Verwarnung ausgesprochen, wie Wallner erklärte. "Noch einmal geht das nicht", betonte der ÖVP-Chef.

Frühstück habe in dem Gespräch sein Fehlverhalten eingesehen und sich entschuldigt. "Es ist ihm bewusst, dass Alkohol am Steuer ein absolutes No-Go ist", erklärte Wallner. Er habe Frühstück auch dezidiert darauf hingewiesen, dass führende Parteifunktionäre ihre Vorbildwirkung wahrnehmen müssten und für diese strengere Maßstäbe gelten. Es könne aber jedem einmal ein Fehler unterlaufen, dann solle man auch eine zweite Chance zugestehen. "Das Thema ist für uns damit ad acta gelegt, weitere Konsequenzen hielte ich für übertriebene Härte", so der Landeshauptmann.

1,0 Promille bei Verkehrskontrolle

Der 54-jährige Frühstück, seit Anfang Dezember 2011 Klubobmann der ÖVP im Vorarlberger Landtag, hatte Anfang April eingeräumt, Mitte März mit 1,0 Promille in einer Verkehrskontrolle hängengeblieben zu sein. Er habe nach einem verlorenen Handball-Derby gegen den Lokalrivalen Hard - Frühstück ist derzeit Manager und Trainer der Bregenzer Handballer - "wenig getrunken", aber die Wirkung von Medikamenten unterschätzt.

"Nach dem Derby war ich ziemlich traurig. Aber ich stehe dazu. Das war ein Blödsinn", erklärte Frühstück. Er gab zu, "drei kleine Bier und zwei Achtel Wein" konsumiert zu haben. Mit dem Argument "Ich bin deswegen ja kein besserer oder schlechterer Politiker" hatte Frühstück von sich aus einen Rücktritt abgelehnt.

Opposition: "ÖVP-Angelegenheit"

Die Oppositionsparteien hatten sich nach dem Auffliegen der Affäre zurückhaltend gegeben. Offene Rücktrittsforderungen unterblieben mit dem Hinweis, dass es sich um eine "ÖVP-Angelegenheit" handle. Wallner sagte am Montag, dass er es umgekehrt "auch so halten würde". Das Verhältnis der vier Klubobleute sei intakt.

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