Umbau bei den Neos: Gamon kommt statt Meinl-Reisinger

Die Wien-Wahl löst bei der neuen Parlamentspartei eine Rochade aus.

Die Neos haben ein Problem mit Frauen. Oder vielmehr: Sie haben keine Frauen. Zumindest ist das ein Vorwurf, den sich die neue Partei immer wieder gefallen lassen muss. Mit dem Wechsel von Angelika Mlinar aus dem Nationalrat ins Europäische Parlament bleibt tatsächlich nur noch Beate Meinl-Reisinger als Abgeordnete übrig. Der Hotelier Sepp Schellhorn übernahm Mlinars freien Sitz im Hohen Haus – damit sind acht von neun Mandaten männlich besetzt.

Sind die Neos bei der Wien-Wahl im nächsten Jahr erfolgreich, wird auch die derzeit einzige Frau das Parlament wieder verlassen, denn Meinl-Reisinger geht als Spitzenkandidatin in die Wahl. Dass sie in den Wiener Landtag einziehen wird, ist sehr wahrscheinlich.

Ihr soll aber zumindest eine Frau nachfolgen: Claudia Gamon – bei der Nationalratswahl auf Platz sechs der Bundesliste gereiht – rückt nach. Die 25-Jährige ist Studentin an der Wirtschaftsuniversität und vertritt die Jungen Liberalen (jetzt Junos genannt) in der Österreichischen Hochschülerschaft.

Bis zur Wahl hat sie sonst noch einiges zu tun: Die gebürtige Nenzingerin leitet den Vorarlberger Wahlkampf und ist Pressesprecherin der Bundespartei.

E-Mails an: iris.bonavida@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.08.2014)

Kommentar zu Artikel:

Umbau bei den Neos: Gamon kommt statt Meinl-Reisinger

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen