Kärntner Ex-FPÖ-Obmann Ragger zieht ins Parlament ein

Wendelin Mölzer kommt wieder über die Bundesliste in den Nationalrat. Landtags-Klubchef Christian Leyroutz verzichtet auf sein Mandat - womöglich nur vorerst.

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Christian Ragger – Die Presse

Die Kärntner Freiheitlichen werden mit Spitzenkandidat Erwin Angerer, Ex-Landesparteiobmann Christian Ragger, Abgeordnetem Maximilian Linder und der Klagenfurter Gemeinderätin Sandra Wassermann ins Parlament einziehen. Wendelin Mölzer kommt wieder über die Bundesliste in den Nationalrat. Landtags-Klubobmann Christian Leyroutz verzichtet auf sein Mandat - möglicherweise aber nur vorerst.

Landesparteiobmann Gernot Darmann sagte am Mittwoch vor Journalisten, er wolle vor der wichtigen Kärntner Landtagswahl im März nichts riskieren, deshalb müsse Leyroutz vorerst bleiben. Ob Leyroutz doch noch in den Nationalrat wechselt, werde nach der Landtagswahl entschieden. Wäre Leyroutz vorzeitig nach Wien gewechselt, wäre der frühere Haider-Sekretär und Finanzreferent Harald Dobernig, zuletzt mehrfach strafrechtlich verurteilt, im Klagenfurter Landhaus nachgerückt.

Ziel für Kärnten-Wahl: Kopf-an-Kopf-Rennen mit SPÖ

"Unsere Geschlossenheit war unser Erfolg", sagte Angerer über den Wahlerfolg der FPÖ. Nun werde er mit den anderen freiheitlichen Abgeordneten versuchen, "von der Bundesseite etwas für Kärnten herauszuholen, das geht in einer Regierung leichter". Gemeint seien vor allem wirtschaftliche Impulse, Kärnten habe man in den vergangenen Jahren nicht fair behandelt. Ministerposten und Personalia seien derzeit kein Thema, auch seine eigene Person betreffend, meinte Darmann.

In den Landtags-Wahlkampf möchte Darmann, der auch Spitzenkandidat ist, Mitte oder Ende Jänner starten. Das Ziel sei ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der SPÖ und "am Ende die Nase vorne zu haben und den Führungsanspruch zu stellen". Angesichts der geschlagenen Nationalratswahl sind die Kärntner Freiheitlichen zuversichtlich. "Bürgernah und heimatverbunden" wolle man Politik zugunsten der heimischen Bevölkerung machen, so der Parteiobmann. "Viel Arbeit, keine Fehler und die richtigen Inhalte vorausgesetzt", werde man auch die Landtagswahl für sich entscheiden.

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(APA)

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