Endergebnis: Kerns SPÖ nur um 0,04 Prozentpunkte besser als Faymann

Das Ergebnis der Nationalratswahl ist komplett, alle Wahlkarten sind ausgezählt. Es gibt nur minimale Änderungen der Stimmenanteile. Die Grünen bleiben deutlich unter der Vier-Prozent-Hürde.

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Ein Bild mit Seltenheitswert: Werner Faymann (damals noch Kanzler) und Christian Kern (damals ÖBB-Chef) im Jahr 2015
Ein Bild mit Seltenheitswert: Werner Faymann (damals noch Kanzler) und Christian Kern (damals ÖBB-Chef) im Jahr 2015 – APA/HERBERT NEUBAUER

Das Ergebnis der Nationalratswahl ist komplett, alle Wahlkarten sind ausgezählt. Mit den insgesamt 795.763 abgegebenen Wahlkarten und Briefwahlstimmen stieg die Beteiligung auf genau 80 Prozent, das ist gegenüber 2013 ein Plus von 5,09 Prozentpunkte - der größte Zuwachs der Zweiten Republik. An den Stimmenanteilen änderten die rund 37.000 am Donnerstag ausgezählten Wahlkarten nicht viel.

 

Die Grünen blieben - auch inklusive der Briefwahlstimmen - deutlich unter der Vier-Prozent-Hürde für den Verbleib im Nationalrat. Sie landeten bei 3,80 Prozent. Das ist ein Verlust von 8,62 Prozentpunkten gegenüber 2013 - und aller 24 Mandate, die sie damals geholt hatten. Die Grünen kamen zwar mit den zuletzt ausgezählten Wahlkarten außer in Vorarlberg und Wien in zwei weiteren Bundesländern - Salzburg und Tirol - über die Vier-Prozent-Marke, ihr Wiener Ergebnis war jedoch mit 5,90 Prozent deutlich geringer als das der Liste Pilz. Pilz schafften die Wahlkarten vom Donnerstag auch in Niederösterreich ein Ergebnis über der Vier-Prozent Hürde.

Die ÖVP ist Erste mit 31,47 Prozent (plus 7,48) und 62 Mandaten. Die SPÖ wurde durch die Briefwahl-Auszählung am Montag Zweite - und liegt jetzt mit 26,86 Prozent und 52 Mandaten deutlich vor der FPÖ. Allerdings: Im Vergleich zum bisher historisch schlechtesten Wahlergebnis der Rote - 26,8 Prozent, erreicht im Jahr 2013 erreicht von Werner Faymann - hat man sich damit nur um plus 0,04 Prozentpunkte gesteigert.

Der freiheitliche Stimmenanteil fiel mit den Donnerstags-Wahlkarten unter 26 Prozent, auf 25,97 Prozent (plus 5,46), sie stellt künftig 51 Abgeordnete. Die Neos sind mit zehn Mandaten (5,30 Prozent), die Liste Pilz ist mit acht Mandaten (4,41 Prozent) im nächsten Nationalrat vertreten.

 

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Rekord bei Briefwahl

Nicht nur mit dem Zuwachs bei der Wahlbeteiligung, sondern auch bei der Briefwahl wurde bei dieser Nationalratswahl ein Rekord aufgestellt: 795.763 Stimmen wurden per Briefwahl oder Wahlkarte (in "fremden" Wahlkreisen) abgegeben, 790.606 davon waren gültig. 15,6 Prozent der gültigen Stimmen wurden auf anderem Weg als jenem der klassischen Urnenwahl im eigenen Wahllokal abgegeben.

Das Gesamtergebnis ist mit der Auszählung der Wahlkarten komplett - aber noch nicht amtlich. Das wird es erst, wenn es nach der Sitzung der Bundeswahlbehörde am 31. Oktober verlautbart wird. Danach können Kandidaten - binnen vier Wochen - beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) die Aufhebung bzw. Neuaustragung wegen Rechtswidrigkeiten im Wahlverfahren beantragen.

(APA/Red.)

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