Was das Instagram-Profil von Kurz (angeblich) verrät

Was können die Deutschen von einem 31-Jährigen beim Wandern, Telefonieren oder im Gespräch mit Arnold Schwarzenegger lernen? Eine nicht ganz ernst gemeinte Analyse.

Sebastian Kurz' Instagram-Profil
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Sebastian Kurz' Instagram-Profil
Sebastian Kurz' Instagram-Profil – (c) Screenshot: Instagram

Können deutsche Politiker von Sebastian Kurz lernen? Und wenn ja, was? Diese Frage stellt die "Süddeutsche Zeitung" und versucht sie auch sogleich zu beantworten. Und zwar nicht mithilfe von Politologen, einem Blick in das Partei-, respektive Wahlprogramm des 31-jährigen österreichischen Wahlsiegers, sondern mit einem Blick auf das Instagram-Profil des ÖVP-Chefs - und jeder Menge Humor.

Dazu wurden 16 Aufnahmen von der Instagram-Seite "sebastiankurz" ausgewählt und analysiert. So weit, so ernsthaft. Auf einem ist der "Polit-Überflieger", wie das Blatt den amtierenden Außenminister nennt, beim Wandern zu sehen - sowie "seine Liebe zur ausufernden und etwas wahllosen Verwendung von Hashtags auf Instagram", wie die "Süddeutsche" ironisch meint. Denn, Kurz schreibt: "Ein Schnappschuss am Dachstein. #Aufbruch #EsistZeit #kurz2017 #berge #bergsteigen #austria #dachstein #österreich."

"Was können unsere Politiker von ihm lernen?", fragt die Zeitung dann. "Es gibt kein besseres Hobby für Jungpolitiker als Wandern", lautet die Antwort. Immerhin, so könne interpretiert werden, wolle man dabei "hoch hinaus", werde zum "Gipfelstürmer", zum Sieger über den "langen Weg nach oben". Das klingt einleuchtend.

Weitere Fotos zeigen Kurz im Gespräch mit Arnold Schwarzenegger - wobei der Ex-Gouverneur und Schauspieler nur seitlich von hinten zu sehen ist, Kurz dagegen im Fokus steht. Der Lerneffekt? "Wenn du ein Foto von dir mit einem Hollywoodstar zeigst, musst du im Mittelpunkt stehen, nicht der Hollywoodstar. Nicht du hast Arnold Schwarzenegger getroffen – Arnold Schwarzenegger hat dich getroffen."

Kanzler mit 31, Papst mit 33?

Anderes Motiv, selbe Seite: Der ÖVP-Chef in seinem Tourbus, wie er am Laptop arbeitet, telefoniert - und immer noch lächelt. "Was können unsere verschnarchten Politiker von ihm lernen?", will der deutsche Journalisten-Kollege Marc Baumann wissen. Seine Antwort: Laptops, Handys "oder irgendwas mit Internet" lasse einen Politiker modern wirken; "dass die Laptops gar nicht eingeschaltet sind merkt eh keiner".

Das letzte Analyseexempel zeigt Sebastian Kurz bei einem Handshake mit dem britischen Außenminister Boris Johnson. Konkret, bei einem "konstruktiven Gespräch", wie es im Bilduntertitel heißt #außenpolitik #politics #uk #brexit. Lerneffekt: "Wer es schafft mit Boris Johnson ein konstruktives Gespräch hinzubekommen, der kann auch mit 31 Kanzler werden. Oder mit 33 Papst." Welche der beiden Optionen Kurz einschlagen wird? Instagram wird es sicher demnächst verraten.

>>> Bericht in der "Süddeutschen Zeitung"

(Red. )

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