Umfrage: 82 Prozent wollen wählen gehen

Nach dem Minusrekord bei den Wahlen 2006 wollen am 28. September wieder deutlich mehr Österreicher von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.

(c) APA (Guenter R. Artinger)
Die Österreicher zeigen recht großes Interesse an der vorgezogenen Neuwahl des Nationalrates: In einer OGM-Umfrage für "Format" gaben 82 Prozent an, ihr Wahlrecht am 28. September ausüben zu wollen. Nur elf Prozent wollen der Wahlurne fern bleiben, sieben Prozent sind noch unentschlossen, hieß es in einer Vorausmeldung am Mittwoch.

Eine Wahlbeteiligung von 82 Prozent würde eine deutliche Steigerung bedeuten. Denn am 1. Oktober 2006 fiel die Beteiligung erstmals unter 80 Prozent. Mit 78,49 Prozent lag sie weit - um 5,78 Prozentpunkte - unter der des Jahres 2002.

Wellenbewegungen abwärts

Die Wahlbeteiligung bei Nationalrats-Urnengängen ist in der Zweiten Republik von anfangs klar über 90 auf zuletzt unter 80 Prozent gesunken. Dies allerdings in Wellenbewegungen: Nach einem Rückgang folgte meist wieder eine leichte Erholung, vor allem bei vorgezogenen Neuwahlen, die sichtlich auf größeres Interesse stoßen: So legte bei der vorgezogenen Wahl 1995 die Wahlbeteiligung - von 81,94 Prozent 1994 - wieder auf 85,98 Prozent zu. Der reguläre Wahltermin 1999 interessierte dann nur 80,42 Prozent, die vorgezogene Wahl 2002 aber wieder 84,27 Prozent. Und die reguläre Wahl 2006 brachte den bisherigen Minus-Rekord.

(APA)

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