Absolute Mehrheit für Mikl-Leitner kein Thema

Das "Programm für Niederösterreich" soll den Weg in die kommenden fünf Jahre weisen. Zentral seien laut ÖVP-Spitzenkandidatin Mikl-Leitner Arbeit, Gesundheit und Familie.

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APA/HERBERT PFARRHOFER

Sie ist die erste Spitzenkandidatin der ÖVP. Für Pröll-Nachfolgerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) ist eine neuerliche absolute Mehrheit ihrer Partei bei der niederösterreichischen Landtagswahl am 28. Jänner kein Thema. "Wer sich in der Gegenwart umsieht weiß, dass absolute Mehrheiten heute nicht mehr erreichbar sind", erklärte Mikl-Leitner auf die Frage, welches Ergebnis am 28. Jänner ein Erfolg wäre. "Wir orientieren uns an den stärksten amtierenden Landesparteien und an den stärksten Landeshauptleuten." (Das wäre im eigenen Lager die Vorarlberger Landesgruppe unter Markus Wallner mit 41,8 Prozent bzw. die SPÖ unter Hans Niessl im Burgenland mit 41,9 Prozent, Anm.).

"Überzeugt" ist die seit vergangenen April amtierende Landeshauptfrau, "dass wir im Miteinander mehr für Niederösterreich und die Landsleute erreichen können". Sie wolle das Land "an der Seite der Menschen verstehen, gestalten und führen", so die Spitzenkandidatin der Volkspartei.

Mikl-Leitners Schwerpunkte im Wahlkampf ergeben sich aus dem "Programm für Niederösterreich". Die Wünsche der Bevölkerung würden sich darin widerspiegeln. Das Programm sei "maßgeschneidert", weil es die Landsleute mitgestaltet hätten.

"Thema Nummer eins": Arbeit

"Thema Nummer eins" sei Arbeit, betonte die Landeshauptfrau. Die Zahlen- und Datenlage in Niederösterreich sei gut, verwies sie auf mehr als 600.000 Beschäftigte und den höchsten Zuwachs seit zehn Jahren bei gleichzeitig minus sechs Prozent Arbeitslosigkeit, was wiederum der höchste Rückgang seit sechs Jahren sei. Weil Menschen trotzdem Sorge hätten, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, sei ein Beschäftigungspakt mit 1,3 Milliarden Euro bis 2020 geschnürt worden. Damit sollen einerseits Menschen fit gemacht werden, um wieder Fuß fassen bzw. fit gehalten werden, um weiter bestehen zu können, erläuterte Mikl-Leitner.

Beim mit dem Bund vereinbarten Mobilitätspakt über 3,3 Milliarden Euro gehe es um den Ausbau der Straße und des öffentlichen Verkehrs sowie um E-Mobilität. Die Waldviertel-Autobahn und die U-Bahn-Verlängerung ins Wiener Umland würden geprüft. "Wir wollen die besten Verkehrswege in Niederösterreich." Die Fahrzeiten sollen dadurch kürzer werden.

Blau-gelbes Familienpaket geplant

Gesundheitsversorgung wird das Land laut Mikl-Leitner auch in Zukunft "auf höchstem Niveau anbieten". Das gelte für die Landeskliniken mit ihren 27 Standorten, die unangetastet bleiben sollen, ebenso wie für den niedergelassenen Bereich, wo die "Initiative Landarzt" umgesetzt werde.

Nicht zuletzt soll ein blau-gelbes Familienpaket geschnürt werden, "um dem Ziel näher zu kommen, Niederösterreich zum Mutterland moderner Familienpolitik zu machen". Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibe eine "riesige Herausforderung", sagte Mikl-Leitner. In diesem Zusammenhang soll das Netz an Kinderbetreuungseinrichtungen um 100 Kleinstkindergruppen erweitert werden, kündigte die Landeshauptfrau eine Offensive in der Betreuung der unter Zweieinhalbjährigen an.

Gerade durch die Regierungsform in Niederösterreich sei ein "Miteinander" eine Grundvoraussetzung, erinnerte Mikl-Leitner. Der Wählerwille sei in der Landesregierung "1:1 abgebildet".

(APA)

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