Ich bin dann mal weg... Irland

Länderspezifische Unterschiede und Gebräuche bereiten vielen Kopfschmerzen, die im Ausland arbeiten wollen. Die wichtigsten formalen Unterschiede zu einer Bewerbung in Österreich. Von Ricarda Kargl

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Ich bin dann mal weg... Irland
Ich bin dann mal weg... Irland – (c) EPA (Cathal Mcnaughton/Pa)

Der Auslandsguide zeigt, worauf Sie im europäischen und im fernen Ausland besonders achten müssen.

So geht’s in Irland
Irland hat zwei Amtssprachen. Die Hauptamtssprache ist Irisch. Defacto wird das aber kaum gesprochen, nur in einigen wenigen Gebieten ist es die erste Muttersprache. Englisch hingegen wird in ganz Irland gesprochen und reicht damit auch für ausländische Bewerber aus.

Wer sich auf der grünen Insel bewirbt, kann sich grundsätzlich am angloamerikanischen Vorbild, vor allem an Großbritannien, orientieren. Anschreiben („cover letter“) und CV reichen aus, umfangreiche Mappen sind nicht üblich.

Das Motivationsschreiben sollte nicht länger als eine Seite sein. Wenn Sie eine Initiativbewerbung abschicken, – womit Sie durchaus erfolgreich sein können – müssen Sie Ihre Motivation für eine Stelle in genau diesem Unternehmen besonders herausstreichen. Außerdem können Sie punkten, wenn Sie Ihre Persönlichkeit zum Ausdruck bringen, etwa indem Sie Ihre Fähigkeiten und Interessen schildern.

Den Lebenslauf gestalten Sie wie meistens üblich: am Computer verfasst, antichronologisch und in verschiedene Bereiche gegliedert. Datum und Unterschrift sind nicht üblich, ein Foto auch nicht.

Mit Referenzen punkten Sie
In Irland gibt es keine streng formalisierte Arbeitszeugnisse. Sie werden deshalb auch von Ihnen nicht erwartet. Worauf irische Personaler hingegen viel mehr Wert legen, sind Referenzen. Sie können Sie als „letters of reference“ (also Empfehlungsschreiben) beilegen. Eher zeitgemäß ist aber eine Liste von Auskunftgebern, die das Unternehmen bei Bedarf kontaktieren kann. Zwei Referenzen – eine aus Ihrem beruflichen und eine aus Ihrem akademischen Umfeld – sind hier üblich. Diese Personen müssen auf ein (englisches) Gespräch vorbereitet sein.

Nachdem Sie Ihre Unterlagen versandt haben, müssen Sie unbedingt präsent bleiben. Rufen Sie beim Unternehmen an und fragen Sie, ob Ihre Bewerbung angekommen ist und ob Sie noch zusätzliche Unterlagen schicken sollen.

Wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, kann sich auf eine etwas lockerere Atmosphäre einstellen. Vergessen Sie aber trotzdem nie die Bedeutung des Gesprächs. Der freundschaftliche Ton, den einige irische Personaler anschlagen, dient oft dazu, Ihre Persönlichkeit genauer unter die Lupe zu nehmen. Bleiben sie immer professionell. Und bringen Sie zum Interview Diplome, Arbeitszeugnisse und sonstige Zertifikate mit.

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