Ich bin dann mal weg … Estland

Länderspezifische Unterschiede und Gebräuche bereiten vielen Kopfschmerzen, die im Ausland arbeiten wollen. Die wichtigsten formalen Unterschiede zu einer Bewerbung in Österreich.

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Der Auslandsguide zeigt, worauf Sie im europäischen und im fernen Ausland besonders achten müssen.

So geht’s in Estland
Die Republik Estland ist der nördlichste und kleinste der drei baltischen Staaten. Es grenzt im Süden an Lettland, im Osten an Russland sowie im Norden und Westen an die Ostsee.

Estland hat knapp 1,3 Millionen Einwohner. Davon sind knapp 70 Prozent Esten. Ein Viertel der Gesamtbevölkerung Estlands ist russischer Herkunft. Sie bilden mit etwa 25 Prozent die größte Minderheit. Daher gilt: Estnisch ist die Landessprache, aber auch Russisch wird oft gesprochen und meistens verstanden. Neben diesen beiden dominierenden Sprachen wird in den Schulen Deutsch unterrichtet. Auch mit Englisch kann man sich, mit ein bisschen Glück, verständigen.

Wie immer gilt: Bevor Sie sich einen Job suchen, erkundigen Sie sich nach den üblichen Gepflogenheiten.

Ohne Aufenthaltsgenehmigung dürfen Sie bis zu 90 Tage in Estland verweilen. Das reicht nicht für eine dauerhafte Arbeit. Daher müssen Sie eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Hier hilft Ihnen Ihr zukünftiger Arbeitgeber oder die nationale Botschaft weiter.

Die Bewerbung
Auf Grund der guten wirtschaftlichen Beziehung zu Deutschland gibt es, vor allem in der Landeshauptstadt Tallinn, Niederlassungen deutscher Unternehmen. Versuchen Sie, bei einem solchen Unternehmen unterzukommen. Dann ist es auch nicht allzu schlimm, wenn Sie nicht fließend Estnisch sprechen und ein Vorteil, dass Sie der deutschen Sprache mächtig sind.

Die Jobsuche läuft über Online-Portale, Jobplattformen oder Zeitungsannoncen. Ein großer Vorteil in Estland: Es verfügt über ein flächendeckendes, kostenloses WLAN-Netz. Das erleichtert Ihnen nicht nur die online-Jobsuche, sondern bietet auch sonst einige Annehmlichkeiten.

Ihre Bewerbung muss, wie immer, an das jeweilige Unternehmen angepasst sein. Bei einem nationalen Betrieb ist es von Vorteil, wenn die Unterlagen in der Landessprache verfasst werden. Zum Teil werden auch englische oder russische Bewerbungen akzeptiert. Informieren Sie sich vorab, was das jeweilige Unternehmen wünscht.

Formal ähnelt eine estnische Bewerbung der österreichischen. Ein chronologisch geordneter Lebenslauf und ein Motivationsschreiben sind Standard. Die Übersetzung von Dienstzeugnissen wird gerne gesehen.

Für das Bewerbungsgespräch gilt, wie immer: Bereiten Sie sich gut vor. Informieren Sie sich vorab über Ihren potentiellen Arbeitgeber, und bekunden Sie Ihr Interesse durch explizite Fragen zu dem jeweiligen Unternehmen.

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