Der perfekte Lebenslauf für Österreich, Deutschland und die Schweiz

So erstellen Sie einen richtig guten Lebenslauf. Mit Vorlage und Tipps für den deutschsprachigen Raum.

Pixabay

CV ist nicht gleich CV. Zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz sind es nur Details, die Lebensläufe voneinander unterscheiden. In den USA schaut ein CV wieder ganz anders aus. Hier gilt: Am besten kommt ein Lebenslauf in tabellarischer Form an.

Der perfekte Aufbau

Der erste Abschnitt enthält Name, Geburtsdatum und Staatsangehörigkeit. Diese persönlichen Daten stehen in allen drei Ländern zuoberst. Religionsbekenntnis, Name und Beruf der Eltern und andere private Daten (Haustiere, Hochzeitsdatum...) können Sie weglassen. Wer schon eine Arbeitsbewilligung für die Schweiz hat, schreibt das zu seinen persönlichen Angaben.

Der zweite Teil beschreibt bei jungen Menschen (wie im Muster unten) die Ausbildung, bei erfahrenen Bewerbern die Berufslaufbahn. Für beide Teile gilt: Die aktuellste Ausbildung/Anstellung steht oben. Für den Leser ist relevanter, wo und was der Bewerber studiert hat, als welche Volksschule er besucht hat. Diese erste Station der Ausbildung kann auch ohne Bedenken weggelassen werden - außer man hat eine dreisprachige, international bekannte Elitevolksschule absolviert. Außerdem entspricht die umgekehrt chronologische Reihung Onlineprofilen wie Xing und LinkedIn, was einen Abgleich leichter macht. Kurzum: Wer dem Recruiter das Leben erleichtert, streicht Sympathiepunkte ein. 

In Teil drei folgen Berufserfahrung oder Ausbildung (je nach Alter - siehe oben). Bei längeren beruflichen Stationen interessiert den Leser auch, was bei früheren Arbeitgebern konkret erreicht wurde.

Nach diesen drei Grundteilen geht es etwas variabler weiter. Es gilt Sprachkenntnisse (bitte immer mit Level, möglichst nach europäischem Referenzrahmen), besondere Fähigkeiten (IT/Erste-Hilfe-Kurs etc.) und außergewöhnliches Engagement einfließen zu lassen. Die Reihenfolge wird auf den jeweiligen Job abgestimmt. Hobbys sollten nur genannt werden, wenn sie direkt mit der Stelle zusammenhängen.

Kontaktdaten sind am besten gebündelt in der Fußzeile aufgehoben. Die Begründung liegt auf der Hand: Der Leser entscheidet sich erst nach der Durchsicht des Lebenslaufes, ob er den Bewerber kontaktiert. Am Beginn des Dokumentes wären Adresse und Telefonnummer also verfrüht.

Design und Foto

Einige Tipps zur Formatierung: Ein übersichtliches, klar strukturiertes und gut lesbares Design ist ein Vorteil. Ist es in allen Bewerbungsdokumenten (Anschreiben, CV, Beilagen) ident, schaut das außerdem professioneller aus. Aufzählungspunkte gestalten den Lebenslauf klarer als Textblöcke.

Foto? - Ja bitte! Am besten in Fotografenqualität und im Stil, der zur Branche passt. Ein Wiener Recruiter bringt es auf den Punkt: Wer hübsch aussieht und kein Bild mitschickt, ist selbst schuld.

Kein CV ohne CV

Als Österreich-Spezifikum gilt, dass Mitgliedschaften in Verbindungen, karitativen Organisationen und Bünden durchaus angegeben werden können, gerade in ländlichen Regionen. Kein CV ohne CV, sozusagen. Das hängt im Detail natürlich davon ab, ob man sich bei der Raiffeisenbank oder bei der Sozialistischen Jugend bewirbt.

In der Schweiz sollte allgemein zurückhaltender formuliert werden als in den beiden anderen Ländern. Leistungen sollen zwar erwähnt, aber nicht allzu vollmundig angepriesen werden.

In der Schweiz wird der CV auch nicht unterschrieben, in Deutschland und Österreich wird das hingegen als persönliche Note gern gesehen. Bei Online-Bewerbungen lässt sich die Unterschrift einscannen.

 

Muster für einen Lebenslauf:

(c) lehkyand

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