1260 Stunden Berufsschule Minimum

Bildungsniveau vor allem für Mädchenberufe soll damit angehoben werden.

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800 Berufsschulstunden wie ein Obst- und Gemüsekonservierer? Oder 1620 Stunden wie ein Konstrukteur? Wie viel Zeit ein Lehrling in seiner Berufsschule verbringt bzw. verbringen muss, ist von Beruf zu Beruf verschieden. Davon aber hängt später sein Bildungsniveau ab.
Vergangene Woche wurde im Ministerrat beschlossen, dass Lehrlinge mit dreijähriger Lehrzeit künftig mindestens 1260 Stunden in die Berufsschule gehen müssen. Damit soll ein vergleichbares Bildungsniveau für alle garantiert werden.

110.000 Lehrlinge betroffen

Die Neuerung wertet auch viele typische Mädchenberufe auf, die bisher unterhalb der Grenze rangierten: Handel und Tourismus etwa (1080 Stunden) oder Friseur und Florist (1200 Stunden). Viele klassische Männerberufe hingegen, die schon bisher deutlich über der Grenze darüberlagen, kommen auch weiterhin in den Genuss von mehr Bildung: Kfz-Techniker (1440 Stunden), Binnenschifffahrer (1550 Stunden) oder Gießereitechniker mit stattlichen 1620 Stunden.
Betroffen sind 110.000 Lehrlinge an 149 Berufsschulen, für die 200 Lehrpläne überarbeitet werden. Die Zeit drängt: Die Aufwertung soll schon im Herbst in Kraft treten. Kosten: 8,5 Millionen Euro.

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