Die eigenen Emotionen managen

Fünf Tipps, wie wir unsere Emotionale Intelligenz verbessern können.

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Emotionale Intelligenz wird immer öfter als Universalheilmittel gehandelt. Was der Begriff eigentlich bedeutet, wissen aber die Wenigsten. Gemeint ist die Fähigkeit, die eigenen Emotionen und die anderer treffsicher wahrzunehmen und Emotionen zu managen.

Dass das auch im Job wichtig ist, ist bereits länger bekannt. Das Harvard Business Review gibt im „HBR guide to Emotional Intelligence“ fünf Tipps, mit denen wir unsere Emotionale Intelligenz verbessern können.

1. Selbstwahrnehmung

Eine gute Selbstwahrnehmung zu haben bedeutet, die eigenen Emotionen, Schwächen, Bedürfnisse und Antriebe zu verstehen. Menschen mit guter Selbstwarnehmung erkennen, wie Ihre Gefühle Ihre Jobperformance beeinflussen.

Doch wir nehmen uns selbst nicht immer genau war. Wie können wir also ein Bild von uns selbst bekommen? Holen Sie sich Feedback. Ein einzelner Freund nimmt vielleicht nicht all Ihre Facetten war. Befragen Sie aber fünf oder zehn Freunde, so zeichnet sich ein Trend ab.

2. Selbstregulierung

Wir alle kennen jemanden, der sehr emotional ist. Emotional sein bedeutet aber nicht automatisch, emotionale Intelligenz zu besitzen.  Sondern manchmal eher, dass Potential zur Drama Queen zu haben. Emotionen werden von biologischen Impulsen getrieben. Wir können sie nicht unterdrücken, aber sie managen.

Übernehmen Ihre Emotionen die Führung, dann fokussieren Sie sich 10-20 Sekunden auf Ihren Atem. Neurowissenschaftler haben herausgefunden, dass wir so unsere Gefühle beruhigen und wieder einen klaren Kopf bekommen.

3. Motivation

Motivation als Teil unserer Emotionalen Intelligenz bedeutet, den inneren Antrieb zu haben, Ziele zu erreichen. Wie können wir unsere Motivation steigern? Mit Hilfe des Fortschritt-Prinzips: Eine der größten Motivationsquellen ist das Vorantreiben wichtiger Arbeit. Legen Sie deshalb eine „did-it“ -Liste mit allem an, was Sie heute erreicht haben.

4. Empathie

Empathie ist die Fähigkeit, die Emotionen anderer zu verstehen. Die Wissenschaft kennt drei verschiedene Typen:

Emotionale Empathie: „Du fühlst dich schlecht? Dann fühle ich mich auch schlecht.“

Kognitive Empathie: „Ich verstehe, dass du dich gerade schlecht fühlst. Das ist ätzend.“

Mitgefühl: „Du fühlst dich schlecht? Ich fühle mit dir. Wie kann ich helfen?"

Alle drei Typen haben ihren Platz. Trotzdem wollen Sie nicht, dass Ihr Arzt über Ihren Zustand so traurig ist, dass er Sie nicht mehr operieren kann. Die richtige Sorte Empathie ist also gefragt.

5. Social Skills

Beziehungen haben meist mehr als nur den Zweck, die Gesellschaft des anderen zu genießen. Wir wollen unseren Gegenüber in eine Richtung führen. Sei es, um sich auf eine neue Marketingstrategie zu einigen, oder Enthusiasmus für ein neues Produkt hervorzurufen. Um Ihre sozialen Fähigkeiten zu verbessern, arbeiten Sie einfach an den ersten vier Komponenten.

Sie müssen aber nicht in jedem Punkt perfekt sein. Bei einem Orchester geht es ja auch nicht darum, wie gut der Einzelne ist, sondern wie gut die Musiker zusammenspielen. Finden sie Ihre eigene Balance.

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