Synapsengewitter: Wie man gute Ideen kreißt

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Anti-Miesmacher-Start
In jeder Kreativsession sitzt mindestens ein Teilnehmer, der alles schlecht macht. Nehmen Sie ihm mit der „drei schlechte, drei gute Aspekte“-Methode den Wind aus den Segeln. Jeder muss zuerst bis zu drei schlechte Aspekte des Produkts/Projekts/Auftrags nennen, dann drei gute. Dauer: höchstens eine halbe Stunde für alle.

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Was würde Richard Branson tun?
Betrachten Sie das Problem mit den Augen eines anerkannter Experten. Das kann Richard Branson sein, David Beckham oder Nelson Mandela. Jeder hat einen anderen Blickwinkel. Bringen Sie zum Brainstorming schon ein paar Guru-Namen mit.  

Anderer Ansatz: Das Thema von einem anderen Standpunkt zu betrachten. Was sagt ein Kind dazu, ein Astronaut oder ein Flüchtling?

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Klauen Sie ungeniert
Wie gehen andere Branchen mit dem Thema um? Die Autobranche, das Bankwesen, die Pharmazie oder die Telekommunikation? Haben sie Lösungen? Und: Was würde Apple tun?

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Übertreiben Sie so richtig
Beleuchten Sie einen Vorzug Ihres Produkts/Themas und überspitzen Sie ihn. Bis zum Äußersten. Was wäre, wenn ein Müsli nicht bloß gesund wäre, sondern Superkräfte verleiht? Oft führt das zu einer interessanten neuen Idee.

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Hokus pokus
Oder das Gegenteil: Was wäre, wenn Ihr Produkt ganz klein wäre oder ganz verschwände? Dunlop schaltete einmal einen Werbesport mit einem tennisspielenden Paar und ließ daraus eines nach dem anderen alle Dunlop-Produkte verschwinden: Netz, Schläger, Ball und schließlich Kleidung. Auch so zeigt man, was seine Produkte können.

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Analogien
Die Idee zum Klettverschluss kam seinem Erfinder, als sich im Fell seines Hundes ständig Kletten verfingen. Tiefkühlkost entstand, als ein im Eis gefrorener Lachs nach dem Auftauen gar köstlich schmeckte. Und der Dudelsack funktioniert wie eine menschliche Lunge. Tipp: Die Natur ist eine unerschöpfliche Fundgrube.

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Mischen Sie zwei Welten
Man nehme Idee 1 und kombiniere sie mit Idee 2. Aus Sprühdeo und Kugelschreiber entsteht der Roll-on, aus Bier und Mobiltelefon der vorbestellbare Drink an der Bar.

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Rum-Laufen
Stockt der Ideenfluss? Bringen Sie Ihre Gruppe in Bewegung. Heften Sie in jede Ecke des Raumes einen Zettel mit jeweils einem für das Ziel entscheidenden Wort. Schicken Sie nun den ersten Teilnehmer zum ersten Zettel. Er soll den ersten Gedanken aufschreiben, der ihm zu diesem Wort einfällt. Dann geht er weiter zum 2. Zettel und immer weiter, bis er alle vier Zettel beschrieben hat. Sobald er eine Ecke weiter geht, schicken Sie den 2. Teilnehmer los und immer so weiter, bis alle Teilnehmer ihren Senf auf die Zettel geschrieben haben.

Die Vorteile: Erstens: Überraschung, Anregung und frische Ideen durch die Kommentare der Kollegen. Zweitens: Körperliche Bewegung macht den Kopf frei.    

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Auf nach Extremistan!
Fast zwingend folgt auf die Phase der ersten, meist mittelguten Ideen eine Phase der Ratlosigkeit. Keine Angst, die besten Ideen kommen genau danach!

Fragen Sie nach dem Seltsamsten, Schrägsten, das man zum Thema sagen kann. Dort liegen kreative Antworten.

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Pyramidenklettern
Sie haben nun ganz viele Ideen gefunden. Welche verdienen es, weiterentwickelt zu werden? Zeichnen Sie eine Pyramide mit drei Ebenen: ganz oben „vielversprechend“, in der Mitte „möglich“ und ganz unten „mies“. Nur den Ideen, die die Gruppe zumindest als „möglich“ einstuft, gehen Sie nach.

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Bewertungsdreieck
Hier prüfen Sie Ideen auf deren Sinn. Zu jeder gefundenen Idee stellen Sie drei Fragen:

  • Findet sich diese Idee im ursprünglichen Auftrag/Ziel wieder? Wenn nicht, lassen Sie sie fallen.
  • Ist sie umsetzbar? Wenn nicht, ist sie wertlos.
  • Lohnt sie sich? Nur wenn Sie alle drei Fragen mit ja beantworten, machen Sie mit dieser Idee weiter.
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Chance-auf-Erfolg-Achse
Tragen Sie auf einer Achse alle Hürden ein, die Sie schon jetzt zu einer Idee antizipieren können. Sind es zu viele oder sind sie unüberwindbar, lassen Sie die Finger davon.   

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Kleiner Satellit
Lassen sich aus einer guten Hauptidee vielleicht Unter- oder Nebenideen ableiten? Visualisieren Sie die in einer Art Mindmap: Innen den Zentralplaneten, außen die Satelliten-Ideen.

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Pre Mortem
Zum Schluss stellen Sie sich vor, es ist ein Jahr vergangen und Ihre besten Ideen haben sich als totale Katastrophe erwiesen. Was ist schiefgegangen? Und wie hätten Sie es verhindern können? Der Reiz liegt darin, dass Sie jetzt noch jede Chance haben, es anders zu machen. Post Mortem ist es zu spät.

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Die Anregungen zu dieser Galerie stammen aus dem „Buch der Ideen“ von Kevin Duncan.

Thalia
Kommentar zu Artikel:

Wie man Ideen kreißt, die hochgehen

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