Konferenz

Nur die Besten kommen durch

Charles Darwins berühmtes „survival oft he fittest“ steht für das Überleben der Stärksten und Besten, jener, die sich flexibel an neue Gegebenheiten anpassen. Darwin meinte Kanarienvögel. Die Digitalkonferenz "Darwin's Circle" adressiert Entscheider.

Pixabay

2017 riefen Rudi Kobza, Maximilian Nimmervoll, Lorenz Edtmayer und Nikolaus Pelinka die Digitalkonferenz „Darwin’s Circle“ ins Leben. Mit durchaus selbstbewusstem Ziel: Qualitativ wolle man sich in der Nähe des Davoser Weltwirtschaftsforum ansiedeln, bemerkte Pelinka heute nonchalant, jedenfalls aber als Leuchtturm etablieren.

Die 2. Auflage von Darwin’s Circle steht vor der Tür. Sie findet am 27. September ab 9:00 im Wiener Haus der Industrie statt. Das hat nur 350 Plätze, die höchst selektiv vergeben werden. Zielgruppe sind ausschließlich Entscheider, Spezialisten werden auf Folgeveranstaltungen bedient. Die gesamte Konferenz kann via Livestream verfolgt werden.

Tatsächlich ist das Programm, das heute vorgestellt wurde, hoch angesiedelt. Getragen von einer Allianz heimischer Wirtschaftsgrößen (T-Mobile, ORF, Wirecard, Kapsch, der Raiffeisen Bank International, FACC, um nur die Hauptsponsoren zu nennen) will man „einen Beitrag leisten, damit die Digitalisierung auf der Entscheideragenda ganz oben ankommt“, so Pelinka. 50 Speaker aus vier Kontinenten, bei denen man allesamt „stolz sein kann, dass sie nach Wien kommen“, werden markant kurze Keynotes halten, gefolgt von kontroversiell besetzten Fachpanels.

Die Themen fächern auffallend breit. Einige Highlights:

  • Europas digitale Zukunft zwischen Amerika und Asien: Keynotes halten Wirecard-CEO Markus Braun, der als Österreicher ein 24-Milliarden-Unternehmen aufbaute, das dieser Tage in den DAX aufgenommen wird, und Tecent-Chefrepräsentantin Ling Ge, die Einblicke in den 400-Milliarden-Giganten und seine Produkte WeChat und Tecent QQ geben wird.
  • Das Verhältnis Mensch/Maschine: Instagram Software-Ingenieur Thomas Dimson philosophiert über die Frage, ob der Algorithmus einen Menschen besser kennen kann als dieser sich selbst.
  • Die Macht von (Des-)Information in den sozialen Medien: Panel u.a. mit Axel-Springer-Digitalchefin Stephanie Caspar und ORF-Boss Alexander Wrabetz.
  • Big Data und Cybersecurity: NASA Chief Knowledge Officer David Meza über die Kunst, Milliarden von Daten in hochwertiges Wissen umzuwandeln.
  • Sports & Tech: FC Bayern München Digitalchef Stefan Mennerich über den Weg seines Traditionsvereins ins digitale Zeitalter.
  • Digitalisierung in der Pharmazie: Merck CDO James Kugler über die Transformation eines 350 Jahre alten Konzerns.
  • Corporate Transformation: Panel u.a. mit Marketing Pioneer Satjiv Chahil.
  • Voice Control als „the next big thing“: Alexa Product Lead Navid Hazaad über seine Vision, wonach Sprachsteuerung das Tippen und Wischen ablösen wird.
  • Zukunft der Arbeit: Oxford Martin School Vordenker Carl Benedikt Frey über das Verschwinden von knapp der Hälfte aller Arbeitsplätze, gefolgt von einem „Future of Work“-Panel.
  • Revolution auf dem Mobilitätssektor: Byton CEO Carsten Breitfeld skizziert eine Zukunft jenseits von Elektroautos
  • Blockchain: Everledger Spezialistin Leanne Kemp über die weltverändernde Technologie.

Eines bedauert Co-Gründer Pelinka: den geringen Frauenanteil im Programm. Das läge wohl daran, sinniert er, dass die Digitalwelt männerdomniniert sei. Und verspricht, demnächst auch dieses Thema anzupacken.

Infos: https://www.darwins-circle.com/

 

 

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