Start-up-Steckbrief: Internationales 3D-Design für zuhause

Auswählen, kaufen, drucken: Der online-Marktplatz mything spezialisiert sich auf Produkte für den 3D-Druck und will diese für einen breiten Markt zugänglich machen. Beim i2b-Wettbewerb gewann das Start-up den 3. Platz in der Kategorie Dienstleistung, Gewerbe und Handel.

Pixabay

Mit dem Online-Marktplatz mything.com entwickelt Florian Mott und sein Team eine Plattform für internationales 3D-Design zum lokalen 3D-Druck, die Anfang nächstes Jahr online geht. Lange Lieferwege und Überproduktion von Waren soll damit bald der Vergangenheit angehören, denn produziert wird nur "on demand" und in der Nähe des Käufers.

Die Idee

"mything.com ist der erste Online-Marktplatz für Endkunden mit Produkten von internationalen 3D-Designern zum professionellen lokalen 3D-Druck", erklärt CEO Florian Mott sein Start-ups. Das heißt konkret folgendes: Auf der Plattform können Kunden ein Objekt wählen, es individualisieren und einen 3D-Druck-Anbieter in ihrer Nähe auswählen. Designer erhalten eine Lizenzgebühr pro produziertem Objekt, die lokalen 3D-Druck Anbieter verrechnen ihre Produktionskosten. "Wir erhalten eine Vermittlungsprovision von Beiden", sagt Mott, "und haben dadurch ein nachhaltiges, hoch skalierbares Geschäftsmodell".

Das Besondere

Produktion passiere gegenwärtig zentral und vor allem im Mittleren und Fernen Osten, was lange Lieferwege und höhere Lagerkosten mit sich bringe. "Das alles ist mit mything bald Vergangenheit, denn produziert wird nur on demand und in Kundennähe. Das schont die Umwelt und bringt lokale Wertschöpfung", erklärt Mott.

Die größte Hürde

Die Programmierung eines 3-seitigen Marktplatzes, mit Merkmalen wie 3D-Druckbarkeitsprüfung, 3D-Datenreparatur und Preisberechnung, und das alles automatisch und in Echtzeit, war für das mything-Team eine große Aufgabe.

Der schönste Moment

Mott und sein Team habe  mit einer positiven Aufnahme des Konzepts seitens Designern und Herstellern gerechnet. Die großen Begeisterung, die sie derzeit erleben habe sie aber dann doch überrascht. "Dadurch haben wir nach wenigen Monaten schon mehr als 1.000 Produkte von 90 Designern aus mehr als 30 Ländern von fast allen Kontinenten gewinnen können", erzählt der Gründer begeistert. Auch 40 Hersteller in Österreich aus den unterschiedlichsten Bereichen seien begeistert und möchten ihre 3D-Druck Dienste auf mything anbieten.

Das nächste Ziel

Die Ausweitung des Designangebotes und des Herstellernetzwerks, Roll-Out in Deutschland sowie Kundengewinnung und deren langfristige Bindung sind die klaren Ziele von mything für die nächsten Monate. Mittelfristig sind eine Ausweitung der Produktkategorien, beispielsweise im Bereich Kleidung oder Schuhe, geplant.

Dass hier noch viel zu holen ist, darüber besteht für Mott kein Zweifel: "Laut einer Studie der Oxford University werden 2050 sogar die Hälfte aller Consumer Goods lokal digital produziert werden." Auch Partnerschaften mit Unternehmen, vor allem im Bereich 3D-Daten von Ersatzteilen, und damit ein noch schnellerer Ausbau der Plattform geplant.

Das Team von mything. –

Kontakt

mything GmbH
Karmeliterplatz 4
8010 Graz

Geschäftsführung und Kontaktdaten:

Florian Mott
+43 664 853 4531
florian.mott@mything.com

 

Der Start-up-Steckbrief ist eine Kooperation mit I2B Businessplan Wettbewerb.

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