Bridging Income

Pensionsexperten denken laut über eine zusätzliche Überbrückungsrente nach.

Bridging Income
Bridging Income
Bridging Income – (c) FABRY Clemens

Den „Luxus, über Alternativen nachzudenken“, vergönnte sich Arbeitsrechtsprofessor Wolfgang Mazal gemeinsam mit einer Runde handverlesener Pensionsexperten im Rahmen der diesjährigen Denkwerkstatt St. Lambrecht. Man wollte über die Zusatzoption philosophieren, zwischen dem (mehr oder weniger freiwilligen) Ausscheiden aus dem Erwerbsleben und dem regulären Pensionsantritt eine Rente aus einem eigens dafütr angesparten Vorsorgekapital zu beziehen (Bridging Income).

Damit würde die gesetzliche Alterspension dank des späteren Antritts deutlich höher ausfallen. Könnte man die Anwärter in dieser Zeit zum Verzicht auf staatliche Transferleistungen bewegen, wäre das ohnehin bekannt überreizte System deutlich entlastet, so die Experten.

Durchschnittlich 2,7 Jahre ist ein Österreicher die letzten Jahre vor seiner Pension nicht mehr erwerbstätig, rechnete Wifo-Spezialist Thomas Url vor. Das gilt für Selbstständige und Unselbstständige gleichermaßen: Im Schnitt wird 5,7 Jahre vor der regulären Alterspension, alternativ 1,9 Jahre vor der Invalidenpension oder 0,9 Jahre vor der vorzeitigen Alterspension die Arbeit niedergelegt. Sind alle übrigen Bedingungen erfüllt, wird diese Kluft derzeit von einer entsprechend reduzierten staatliche Rente abgefangen.

Die zeitgerecht angesparte private Alternative, Bridging Income, sollte im Verbund mit den anderen Pensionssäulen dieses Korridoralter adressieren, keinesfalls jedoch die lebenslange Rente ersetzen. Vertreter der Pensionskassen konnten der Überbrückungsidee durchaus etwas abgewinnen. Sie regten gar an, auch andere Erwerbspausen, etwa Sabbaticals und Fortbildungen, einzubeziehen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.05.2013)

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