Nähe zu "Fast-Food"-Geschäften fördert Übergewicht

Britische Studie: Je mehr die Menschen an Schnell-Essen vorbeikommen, desto dicker werden sie.

REUTERS (YUYA SHINO)

Bereits vor Jahren hat der Wiener Umwelthygieniker Manfred Neuberger nachgewiesen, dass die Wohnnähe zu Hauptverkehrsstraßen mehr Mortalität mit sich bringt. Nun gibt es eine neue "Umweltgefahr": Fast-Food-Geschäfte. Eine britische Studie hat ergeben, dass Schnellrestaurants in der Nähe des Arbeitsplatzes die Rate an Übergewichtigen stark steigern.

An allen Straßenecken, in U-Bahnstationen und im Umfeld von Betrieben sprießen auch in Österreich die "Fast-Food"-Geschäfte. Das Weckerl "auf dem Sprung in die U-Bahn" oder die Leberkäsesemmel, die Pizzaschnitte zum Mitnehmen oder Nudel- bzw. Kebab-Box "to go" sind überall zu haben. Die Konsequenzen für die Gesundheit stehen auf einem anderen Blatt. Jedenfalls, je mehr solcher Geschäfte sich in der Umgebung der Arbeitsstätte oder auf dem Weg dorthin befinden, desto dicker sind die Menschen. Dies kam jetzt in einer Untersuchung aus England heraus, die im British Medical Journal veröffentlicht wurde.

Es bestand eine eindeutige Abhängigkeit zwischen dem Imbiss-Angebot und dem Körpergewicht. Die Personen mit den meisten Imbiss-Gelegenheiten waren fast doppelt so häufig übergewichtig wie Menschen aus Gegenden mit den wenigsten Fast-Food-Läden.

Übergewicht gehört neben Bewegungsmangel zu den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für erhöhte Blutzucker- und Blutdruckwerte. Zusammen mit hohen Blutfetten fördern sie das metabolische Syndrom, das oft mit einem Typ-2-Diabetes einhergeht. Die heutigen Essgewohnheiten sind eine wichtige Ursache für den Anstieg der chronischen Krankheiten geworden.

(APA)

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