Was Burgenlands Wirtschaft denkt und fordert

94 Prozent der Unternehmer für niedrigere Steuern und Abgaben. Akzeptanz für die Förderung von Forschung und Entwicklung.

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Was Burgenlands Wirtschaft denkt und fordert – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Niedrigere Steuern und Abgaben, dafür mehr Geld in Forschung, Technologie und Innovation. Sorgen um den Arbeitsplatz, aber eine grundsätzlich positive Sicht auf den Wirtschaftsstandort Burgenland. Das sind die Ergebnisse des „Wirtschaftsradar Burgenland“. Die Studie wurde vom Institut für Strategieanalysen im Rahmen eines Projekts der Fachhochschule Burgenland und der Wirtschaftsservice Burgenland (WiBAG) durchgeführt. Mehr als 300 Unternehmer und über 900 Arbeitnehmer wurden befragt. Die nächste Befragungswelle startet im Herbst.

94 Prozent der Befragten sprechen sich für eine Steuerentlastung aus. Das Burgenland weist für das vorige Jahr mit einem Plus von 3,1 Prozent das höchste Wirtschaftswachstum aller Bundesländer aus. Mit 101.000 Beschäftigten im Juni 2014 verzeichnet das Burgenland zwar Rekordbeschäftigung. Gleichzeitig ist aber auch die Arbeitslosigkeit gestiegen. 

Skepsis trotz guter Wirtschaftsdaten
Das „Wirtschaftsradar Burgenland“ zeige, dass Unternehmer und Privatangestellte im ersten Halbjahr 2014 mit ihrer wirtschaftlichen Situation mehrheitlich zufrieden waren, erläutert Universitätsprofessor Peter Filzmaier, der die Studie wissenschaftlich geleitet hat. Trotz guter Wirtschaftsdaten gebe es aber auch einige Skepsis. Die wirtschaftliche Lage und der Arbeitsmarkt werden kritischer als in anderen Bundesländern gesehen, man fühlt sich diesen gegenüber auch bundespolitisch benachteiligt.

Während rund zwei Drittel der Unternehmer angeben, in Innovationen und Weiterbildung zu investieren, betreibt nur rund ein Viertel Forschung und Entwicklung im engeren Sinn. Größte Hindernisse sind „fehlende Zeit“, zu kompliziert empfundene Förderungen und zu hohe Kosten. „F&E im Burgenland ist aus Sicht der Unternehmer am besten mit finanziellen Anreizen zu fördern“, erläutert Filzmaier. Erfolgversprechend erscheinen auch verstärkte Ausbildungsangebote.

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