Wie sich die Frustration stoppen lässt

Auswege aus der betrieblichen Klimakatastrophe.

Wie sich die Frustration stoppen lässt
Wie sich die Frustration stoppen lässt
Wie sich die Frustration stoppen lässt – (c) www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)

„Miese Stimmung im Unternehmen vernichtet Kapital“, sagt Berater, Betriebswirt, Philosoph, Historiker und Autor Michael Vogler. Wenn es stimme, dass Personalkosten enorm seien, dann heiße das umgekehrt, dass auch nichts so teuer wie der Leistungsabfall durch Frustration sei. Vogler bringt auch die persönliche Komponente ins Spiel: „Wir genügen nie“, sagt er. „Den Beweis, dass wir alles gegeben haben, treten wir durch Krankheit, Burn-out, schlimmstenfalls durch Selbstmord an.“

Vor diesem Hintergrund zeigt er in seinem Buch „Wieso arbeiten wir eigentlich hier?“ die Bedeutung der Unternehmenskultur auf. Vogler liefert dazu nicht nur eine Definition für die Kultur und beschreibt sie als „Kitt, der Individuen beieinanderhält“, sondern er entwickelt und erklärt auch fünf verschiedene Typologien. Vogler zeigt Faustregeln, wie sich die Unternehmenskultur verbessern lässt: wie aus der „funktionalen Paranoia“, in der das Gesetz des Dschungels gilt, „Flow“ entsteht und Hochleistungsteams die Lust am Schaffen ausleben:

► Zunächst gilt es zu erkennen, welche Kulturen vorliegen.

► „Jedes Unternehmen braucht eine Strategie. Sie muss Stabilität verleihen“, sagt Vogler. Es muss klar sein, was das Unternehmen will und wie es dieses Ziel erreichen möchte. Dazu müssen Führungskräfte analysieren: „Das heißt nicht befragen, sondern einfühlen und zuhören.“

► Führungskräfte müssen die Strategen für sich gewinnen, die hohe Akzeptanz im Team genießen. Vogler warnt: „Heute sind die Taktiker beliebt, die rasch umsetzen. Die Strategen werden oft überhört.“

► Die Führungskräfte müssen mit einer Stimme sprechen. 

► Wenn das Ziel klar ist, darf es die Führung dem Team überlassen, das Unternehmen auch dorthin zu bewegen.

Buchtipp

Michael Vogler
Wieso arbeiten wir eigentlich hier?
Edition Konturen
187 Seiten, 24 €

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.08.2014)

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