Lebe lieber ungewöhnlich: Kuriose Karrieren

Zombie. Die neueste Attraktion der Universal Studios ist die Zombie-Apokalypse aus der US-Kultserie "The Walking Dead". Um sie lebensecht nachzustellen, braucht es Dutzende gefräßige "Untote".

Die Darsteller müssen ein Zombie-Bootcamp besuchen. Dort lernen sie zu schlurfen, böse zu knurren und vor allem den Besuchern Angst einzujagen.

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Ihnen wird aber auch einiges an Leidensfähigkeit abverlangt. Während ihrer gesamten Schicht tragen die Zombies Silikonmasken (hier am Foto noch unbemalt)...

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... und appetitliche Gebissprothesen.

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Die Light-Version aus Wien: Geisterbahn-Erschrecker. Er springt im richtigen Moment schreiend aus seiner Nische hervor und sorgt für ein bisschen Gänsehaut.

Jetzt wird es wieder lieblich: Meerjungfrau ist ein Traumjob für junge Damen, besonders in Las Vegas. Ihre Aufgaben? Hübsch aussehen, herumschwimmen und Fische füttern.

Kokosnuss-Sicherheitsbeauftragter. Große Südsee-Resorts stellen junge Männer ein, die den ganzen Tag Bäume rauf und runter klettern. Dort prüfen sie, ob reife Kokosnüsse zur Gefahr für Hotelgäste werden könnten. Falls ja, werden sie fachgerecht abgenommen und dem Barmann übergeben.

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Golfballtaucher. Sie haben sich immer schon gefragt, was mit all den Bällen passiert, die Sie mitten ins Wasserhindernis schlagen? Einmal die Woche macht ein Taucher die Runde und sammelt sie ein. Je nach Region begegnet er dabei Schlangen, Schildkröten oder Alligatoren. Danach werden die Golfbälle recycelt.

Schlangenmelker. Schlangengift wird gebraucht, um Gegenmittel für Gebissene zu produzieren. Wie ein Schlangenmelker vorgeht? Er reizt das Tier solange, bis es zubeißt. Hoffentlich in den bereitgestellten Auffangbehälter...

Chicken Sexer (übersetzt: Geflügelgeschlechtsfinder). Erkennen Sie, ob ein Küken Männchen oder Weibchen ist? Laien sind dazu kaum in der Lage. Die Tiere unterscheiden sich äußerlich fast nicht. Das geschulte Auge des Spezialisten hingegen inspiziert bis zu 7.000 Küken pro Tag und sortiert sie nach Geschlecht.

Goldstapler. Wo gibt’s denn so viel Gold, dass man ausgebildete Stapler anstellen muss, um es zu sortieren? Bei der Notenbank: Die amerikanische Fed zahlt sogar Trainings für rückenschonende Hebetechnik.

Profi-Kuschler. Der Profi-Kuschler wird stundenweise von Singles gemietet, die eine starke Schulter für zwischendurch brauchen oder alleine nicht einschlafen können.

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Sexspielzeug-Tester. Anders als Kondome, die elektronisch getestet werden, müssen sich Sextoys dem wahren Praxistest stellen. Bewerber sollten offen für Neues sein und ihre Erlebnisse auch niederschreiben können.

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Profi-Legobauer. Wer schon als Kind stundenlang Legokunstwerke erschaffen hat, kann sein Talent zum Beruf machen. Legoländer auf der ganzen Welt suchen professionelle Baumeister, die bereit sind, wochenlang an einer Figur oder einem Bauwerk zu tüfteln.

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Speisekartendesigner. Oftmals Psychologen. Sie rücken teure Speisen und Getränke in den Mittelpunkt und animieren uns dazu, eher den Iced Frappucino um acht Euro als den Espresso um einen Euro zu bestellen. Der Kollege des Speisekartendesigners entwirft Supermärkte, um uns zum richtigen Regal zu locken.

Food Stylist. Der Koch bereitet zu, der Food Stylist  richtet an. Er muss schnell arbeiten (das Essen darf nicht kalt werden), präzise platzieren (das Ergebnis muss jedes Mal gleich aussehen) und ein Auge für hübsche Kombinationen haben.

Tierfuttertester. Egal ob Hund, Katze oder Maus: Auch der beste Freund des Menschen soll wohlschmeckendes und gesundes Essen bekommen. Natürlich muss es auch strengen Qualitäts- und Geschmackskontrollen unterzogen werden. Angeblich gewöhnt man sich schnell an Konsistenz und Geruch.

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Ansteher. Professionelles Herumstehen. Stundenlang. In einer Schlange mit hunderten anderen. Linestanding nennt das der Fachmann: Lobbyisten, Politiker oder Anwälte engagieren gerne Studenten, die für sie Tickets für öffentliche Sitzungen des US-Kongresses abholen.

CLO – Chief Listening Officer. Der Chef-Beobachter bespitzelt nicht etwa Mitarbeiter. Er beobachtet, was online über seinen Arbeitgeber geschrieben, gesprochen und getuschelt wird. Sein Kollege, der Social Media Manager, kann dann rasch darauf reagieren.

Ethical Hacker (die mit den weißen Hüten). Wer Hacker hört, denkt normalerweise an böse Jungs (die mit den schwarzen Hüten). Doch Ethical Hacker werden engagiert, um Schlupflöcher im Unternehmensnetzwerk zu finden und an die Geschäftsleitung zu melden. Damit Schlimmeres verhindert wird.

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Einbalsamierer. Irgendjemand muss sicherstellen, dass der Verstorbene in der Aufbahrungshalle friedlich aussieht. Wenn das (beispielsweise nach einem Unfall) nicht mehr möglich ist, soll er wenigstens für die Hinterbliebenen erkennbar sein.

Tatortreiniger. Wenn die Polizei die Ermittlungen abgeschlossen hat, geht’s ans Eingemachte. Leichen müssen entfernt und überstellt werden (siehe Einbalsamierer). Interessenten sollten mit Blut und anderen menschlichen Überresten umgehen können. Am Ende ist der Tatort zu desinfizieren.

Online-Nachlassverwalter. Was passiert mit dem Facebook-Account, dem Blog und den Online-Nachrichtenbeiträgen eines Verstorbenen? Richtig. Sie bestehen weiter. Denn Tote melden sich nicht ab. Dafür gibt es eigene Profis, die alle Online-Spuren des Verstorbenen finden, sammeln und gegebenenfalls löschen.

Was alle diese Jobs gemeinsam haben? Irgendjemand hatte eine gute Idee, wie man auf ungewöhnliche Art Geld verdienen kann. Und Ideen sind bekanntlich frei.

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