Kündigen ist nicht gleich kündigen

Serie 4/8. Die Wortwahl macht den Unterschied. Und die Fristen. Acht Gebote für Trennungen mit Anstand.

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Das österreichische Arbeitsrecht kennt verschiedene Trennungsarten. Die wichtigsten sind

  • Ordentliche Kündigung
  • Entlassung aus wichtigem Grund
  • Einvernehmliche Trennung
  • Zeitablauf bei Befristung und
  • Auflösung im Probemonat

Halten Sie diese Trennungsarten begrifflich auseinander, denn sie haben unterschiedliche Voraussetzungen und Konsequenzen. Und hüten Sie sich vor schwammigen oder wertenden Formulierungen wie „...eine weitere Zusammenarbeit mit Ihnen ist für uns unzumutbar“ oder „...schlage ich eine einvernehmliche Kündigung vor“ - sie sind rechtlich nicht haltbar.

Gefährlich sind auch Fehler bei der Berechnung der Kündigungsfristen und -termine. Erreicht die Kündigung den Arbeitnehmer nicht rechtzeitig oder wird das betriebsverfassungsrechtliche Vorverfahren nicht eingehalten, ist die Kündigung unwirksam.

Gleiches gilt für eine Entlassung, die zwar berechtigt, aber zu spät erfolgt. Kündigung oder Entlassung müssen dem Arbeitnehmer zugehen, um wirksam zu sein. Prüfen Sie auch, ob besondere Formvorschriften eingehalten werden müssen.

 

Die methodischen Inputs zu dieser Serie stammen von Walter Reisenzein/OTM, die rechtlichen Inputs von Anna Mertinz/KWR.

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