Frauen - Männer: Einkommensschere bleibt

Das Beratungsunternehmen PwC untersuchte das Niveau weiblicher Wirtschaftskraft in 33 OECD-Ländern. Österreich landet, wie im Jahr zuvor, nur auf dem 22. Platz.

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Folgende Schlüsselfaktoren zog das Beratungsunternehmen PwC für den aktuellen "Women in Work-Index" heran:
Einkommensgleichheit, Zugang zu Beschäftigungsmöglichkeiten, Vollzeitbeschäftigungsrate, Arbeitslosigkeit und Arbeitsplatzsicherheit.

Das Ergebnis: Obwohl die weibliche Wirtschaftskraft verbessert werden konnte, bleibt die Einkommensschere weiterhin problematisch. Die durchschnittliche berufstätige Frau in der OECD verdient um 16 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen – trotz Verbesserung der Qualifikation.

Österreicht verliert

Östrerreich landet nur auf Rang 22. Vor 17 Jahren, im Jahr 2000, lag Österreich immerhin auf Platz 13.
Bianca Flaschner, Senior Manager People and Organisation bei PwC Österreich, nennt wirtschaftspolitische Maßnahmen, die Österreichs Ranking verbessern könnten:

  • Erschwinglicher und ausreichender Zugang zu Kinderbetreuung
  • Geteilte Elternzeit
  • Frauenförderung am Arbeitsplatz
  • Flexible Gestaltung der Unternehmen, um famililären Verpflichtungen nachzukommen
  • Effizienter Rückkehrprozess nach der Karenz, um Frauen den Wiedereinstieg in den beruflichen Alltag zu erleichtern

Der Norden gewinnt

Auf dem Podest stehen Island, Schweden und Norwegen. Unter den Erstgereihten sind auch Neuseeland, Slowenien, Dänemark, Luxemburg, Finnland und die Schweiz. Polen schafft es zum ersten Mal in die Top 10 – durch Verringerung der Arbeitslosigkeit unter Frauen und Anstieg der Vollzeitbeschäftigungsrate.

Prognosen

Länder wie Luxemburg und Belgien könnten die geschlechtsspezifische Lohnlücke innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte vollständig schließen – in Polen, wo sie bereits auf sieben Prozent gesunken ist, könnte das sogar im nächsten Jahrzehnt umsetzbar sein. Vorausgesetzt, die Trends der Vergangenheit setzen sich wie gehabt fort.

In Österreich dauert es laut Prognosen deutlich länger, bis sich die Einkommensschere schließt: Im Bericht rechnet man damit erst innerhalb der nächsten 50 Jahre (2058).

 

Über die Studie

Der PwC Women in Work-Index ist ein gewichteter Durchschnitt verschiedener Messungen, die die weibliche Wirtschaftskraft spiegeln, darunter die Einkommensgleichheit, die Fähigkeit der Frauen, Zugang zu Beschäftigungsmöglichkeiten zu haben, die Vollzeitbeschäftigungsrate, Arbeitslosigkeit sowie die Arbeitsplatzsicherheit.
Die Methodik, den Zuwachs aus der Schließung der geschlechtsspezifischen Lohnlücke zu ermitteln, beinhaltet eine Schätzung des potentiellen Anstiegs des Gesamteinkommens bei Frauen, wenn das durchschnittliche Jahreseinkommen bei Frauen an das durchschnittliche Jahreseinkommen bei Männern angeglichen wird.

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