Wenn nichts mehr geht: Tipps gegen die Schreibblockade

Ein Satz in einer Stunde – und der ist schlecht. Die Schreibblockade hat wieder mal zugeschlagen. Nichts geht mehr. Nicht, dass Ihnen diese Erkenntnis schon helfen würde: Es gibt zwei Arten von Blockaden. Wenn Sie die beiden unterscheiden, wissen Sie wenigstens, wo Sie ansetzen müssen.

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Bei der kognitiven Schreibblockade sehen Sie den Wald vor lauter Bäumen nicht. Zu viele Infos, kein roter Faden. Weiter hinten kommen Tipps zur Strukturierung.

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Bei der psychischen Schreibblockade lähmt Sie die Angst. Angst zu versagen; Angst, nicht liefern zu können; Angst, verrissen zu werden. In Ihrem Kopf hören Sie vorauseilend die Stimmen der Kritiker. In Wahrheit zensieren Sie sich nur selbst. Hier müssen Sie Ihr Unbewusstes ablenken. Wie Sie das tun folgt sofort.

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Manchmal hilft Zeitdruck. Manche Menschen können nicht arbeiten, wenn sie noch ewig Zeit haben (Journalisten erleben das täglich). Erst kurz vor der Abgabe flutscht es plötzlich. Wenn Sie so ein last-minute-Typ sind, nur zu. Aber passen Sie auf, dass sich alles noch ausgeht. Oder tricksen Sie sich selbst aus und setzen Ihre Deadline früher als nötig.

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Meist hilft Struktur. Ein Konzept. Eine Mindmap. Ein (nicht lachen!) Pultordner, der Ihre Notizen, Ihr Zettelwerk, Ihre Gedanken gliedert.

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Dann bringen Sie die Themen in die richtige Reihenfolge und arbeiten sie häppchenweise ab. Dividieren Sie die verfügbare Zeit bis zur Deadline durch die Anzahl der Häppchen (+ Zeit zum Korrigieren). Die können Sie der Reihe nach oder wild durcheinander abarbeiten – das macht jetzt nichts mehr. Der Trick ist die Salamitechnik: Aus dem Riesenbrocken überschaubare Einzelbissen machen.

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Stehen Sie auf. Wenn Sie schon lange herumbrüten, ohne weiterzukommen, stehen Sie auf. Gehen Sie um den Schreibtisch herum und betrachten Sie Ihre Arbeit aus einem anderen Blickwinkel. Perspektivenwechsel wirkt Wunder!

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Quick Wins. Beginnen Sie mit einem einfachen Kapitel. Ein schneller Erfolg beflügelt. Und dann nehmen Sie sich etwas Schwierigeres vor. Zur Belohnung wieder etwas Leichtes. Und immer so weiter.

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Nicht zwischendurch Korrigieren. Wenn es endlich flutscht, nicht abstoppen und korrekturlesen. Das zerschneidet den kreativen Fluss und ruft den inneren Kritiker auf den Plan (siehe psychische Schreibblockade).

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Wann Drüberlesen aber hilft: Wenn Sie nach einer Pause weitermachen und den Faden wieder aufnehmen wollen. Das wieder-Hineinkommen lässt sich gut mit einer Grobkorrektur verbinden. Spart Zeit.

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Café statt Arbeitszimmer. Wenn's mal wieder gar nicht läuft, wechseln Sie den Schreibplatz. Manchmal genügt schon der Küchentisch. Oder der Park. Nicht immer ist der stillste Ort der beste. Deswegen arbeiten so viele im Café.

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Bitte nicht stören. Innere Ablenkungen sollten Sie aber ausschalten: Handy, Mailprogramm, Internet. Alles, was nicht auf den Arbeitsplatz gehört. Sonst ist die Versuchung zu groß.

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Gehen Sie duschen. Oder spazieren. Machen Sie Pausen. Die sind wichtig, um sich nach harter Arbeit zu regenerieren. Eh klar. Sie erlauben dem Unbewussten aber auch, Ihnen gute Ideen einzuschießen. Manche haben sie bei Bewegung (gehen, laufen, Sport), andere unter der Dusche (sensorische Ablenkung). Alles ist erlaubt.

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Wie würde Ihr Lieblingsautor formulieren? Wenn Sie wissen, WAS Sie schreiben wollen, aber nicht WIE, dann lesen Sie sich in seinen Rhythmus, seine Diktion ein. Ihr Gehirn übernimmt sie.

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Brainstormen Sie mit sich selbst. Assoziieren Sie wild. Schöpfen Sie neue Worte. Suchen Sie Analogien in der Biologie, bei Grimms Märchen, überall. Das durchbricht die Blockade.

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Lassen Sie los. Machen Sie etwas ganz anderes.
Wenn Sie an mehreren Texten gleichzeitig arbeiten, nehmen Sie sich einen anderen vor. Oder eine andere Arbeit. Oder einen Drink.

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Seien Sie nicht so streng zu sich. Je mehr Druck Sie sich machen (linke Gehirnhälfte), desto weniger Energie bleibt für die Kreativität (rechte Gehirnhälfte).

Also seien Sie nett zu sich. Dann kommen die Ideen ganz von allein!

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