Frauen studieren weniger weiterführend

Aufgrund der von Frauen bevorzugten Fächer in Geisteswissenschaften und Sozialberufen haben neun Prozent mehr Männer als Frauen einen Ph.D.-Abschluss.

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Zwar studieren Frauen an den Österreichischen Hochschulen im Schnitt schneller und mit weniger Drop-Outs erfolgreicher als ihre männlichen Kommilitonen, dennoch sind sie in den postgradualen Master- und Ph.D.-Studien unterrepräsentiert. Insgesamt gesehen beginnen 77 Prozent der Bachelor-Absolventinnen einen Master, aber 87 Prozent der Absolventen.

Beim Doktorat sind die Männer den Frauen um neun Prozentpunkte voraus, wie aus einer Analyse der Studierendensozialberichte von 2011 und 2015 hervorgeht. Die Gründe dafür liegen vor allem in den Unterschieden in den von Frauen und Männern bevorzugten Fächern. Während im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich Master und – insbesondere in der Forschung – PH-D.-Abschlüsse üblich sind, werden diese etwa in den Geisteswissenschaften – für die sich 29 Prozent der Frauen entscheiden – vergleichsweise seltener angestrebt.

Ein weiterer Punkt: Frauen können öfter als Männer auf Grund von nicht bestandenen Aufnahmeverfahren nicht ihr Wunschstudium antreten (59 gegenüber 35 Prozent). Auch das eine Folge der Fächerwahl: Die bei Frauen beliebten Ausbildungen für Sozial- und Gesundheitsberufe an Fachhochschulen unterliegen flächendeckend Zugangsbeschränkungen und haben ein besonders schlechtes Bewerber/Plätze-Verhältnis.

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