Laufend und lachend zum Erfolg

Hofer4Excellence. Was müssen Manager können, war eine der Fragen beim Karriereevent für High-Potentials: trotz Tempo und Wachstum für Mitarbeiter da sein, und das Lachen nicht vergessen.

Günther Helm (Hofer-Generaldirektor), Florian Gschwandtner (Runtastic), Michael Köttritsch („Die Presse“), Christina Holweg (WU Wien) und Tibor Székács (Hofer-Hauptgeschäftsführer) diskutierten über Karrierestolpersteine und Erfolge.
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Günther Helm (Hofer-Generaldirektor), Florian Gschwandtner (Runtastic), Michael Köttritsch („Die Presse“), Christina Holweg (WU Wien) und Tibor Székács (Hofer-Hauptgeschäftsführer) diskutierten über Karrierestolpersteine und Erfolge.
Günther Helm (Hofer-Generaldirektor), Florian Gschwandtner (Runtastic), Michael Köttritsch („Die Presse“), Christina Holweg (WU Wien) und Tibor Székács (Hofer-Hauptgeschäftsführer) diskutierten über Karrierestolpersteine und Erfolge. – (c) Andreas Scheiblecker

Einzelgänger können im Spitzensport erfolgreich sein, in Unternehmen aber braucht es Teamplayer“, sagt Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner. Das betreffe sein Parade-Start-up genauso wie die Handelskette Hofer, die vergangene Woche zum fünften Mal in Kooperation mit der „Presse“ zu ihrem Karriereevent Hofer4Excellence lud.

Unter dem Motto „Laufend zum Erfolg“ sprach Gschwandtner beim exklusiven Talk im Wiener K47 als Gastredner vor knapp 100 High-Potentials aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen. Die meisten von ihnen, 22 Prozent, wollten an diesen Abend mehr über den Job als Regionalverkaufsleiter, der Managementeinstiegsposition bei Hofer, erfahren. Das ergab das Online-Voting unter den Gästen. Denn es sollte kein „Abend der Einwegkommunikation“ sein, wie Hofer-Generaldirektor Günther Helm betonte. Und das bedeutete nicht nur die interaktive Meinungsumfrage zu den Karrierethemen, die auf dem Podium diskutiert wurden, sondern auch die Chance, im Anschluss mit den Hofer-Managern ins Gespräch zu kommen.

Gute Manager hören gut zu

Auf dem Podium zu Gast war auch Christina Holweg, stellvertretende Leiterin des Instituts für Marketing und Handel an der WU Wien. Für sie haben Führungsqualitäten mit Eigeninitiative, Durchhaltungsvermögen und Engagement zu tun. Gschwandtner meinte, als Führungskraft müsse man hinaus aus der Komfortzone. „Man muss sich selbst immer wieder pushen. Die Muskeln wachsen nur dann, wenn ich sie auch reize.“
Für Helm ist die Kommunikationsstärke entscheidend, „aber nicht nur das Sprechen, sondern vor allem das aktive Zuhören“, sagte er. Ein Regionalverkaufsleiter müsse hinhören, wo der Schuh drücke, und das in der richtigen Tonlage weitergeben.

Das gelte ganz besonders für die Regionalverkaufsleiter. Sie übernehmen zu Beginn vier bis acht Filialen und sind damit für rund 200 Mitarbeiter verantwortlich – so viele, wie Gschwandtner derzeit in seinem Unternehmen um sich versammelt.

"Den Unternehmergeist braucht man in jeder Position. Ein kleines Projekt ist wie ein eigenes Unternehmen." Florian Gschwandtner Runtastic-Gründer "Wir lernen laufend. Sometimes you win, sometimes you learn." Günther Helm Hofer-Generaldirektor

Zitate

Es sind die Aufstiegschancen, die Nachwuchskräfte motivieren, ergab eine weitere Frage, die während der Podiumsdiskussion über das Online-Voting-Tool gestellt wurde. Holweg geht es um transparente und realistische Chancen: „dass die Unternehmen nicht nur die Karotte hinhalten, sondern auch zu ihrem Wort stehen“, sagte sie. Holweg zitierte auch eine aktuelle Studie, die zeige, was sich WU-Studierende im Beruf wünschten: ein angenehmes Betriebsklima, Zukunftsperspektiven, Ausbildungsmöglichkeiten lagen in der Rangliste ganz vorn. Das Thema Gehalt fand sich nicht unter den Top fünf.

Die Aufstiegschancen sind ein Stichwort für Günther Helm und Tibor Székács, der Mitglied der Hauptgeschäftsführung bei Hofer ist. Schließlich werde jeden Tag weltweit eine Hofer-Filiale aufgesperrt. Auf vier Kontinenten sei man derzeit tätig, in Österreich hält das Unternehmen einen Marktanteil von 22 Prozent. Und der Regionalverkaufsleiter stehe nur am Anfang der Karriere. „Es kann Richtung Digitalchef, Einkaufschef, zu den Finanzen und in die Verwaltung gehen“, sagte Helm. „Deswegen suchen wir nicht nur Betriebswirte, sondern die Bandbreite des Lebens. Wir haben Theologen, Mathematiker und Publizisten und benötigen kreative Ansätze.“
Die persönlichen Voraussetzungen für eine Führungskarriere definiert Székács so: „Mobil, aktiv und bereit sein für Innovationen. Offenheit und die Bereitschaft, neue Ideen aufzunehmen.“

„Wir lernen laufend“, räumt Helm, passend zum Motto des Abends, ein. Das, was die Kunden heute in den Filialen erlebten – Stichwort HOT (Telefonie), Stichwort Backbox –, funktioniere. Manche Dinge habe man probiert und einige wieder eingestellt. Auch das gehöre zum Managerleben. „Sometimes you win, sometimes you learn“, sagte Helm.

Auf die Balance kommt es an

Gefragt sind daneben hohe Einsatz- und Leistungsbereitschaft. Der Begriff „Work-Life-Balance“ begeisterte zwar niemanden auf dem Podium, doch alle waren sich einig: „Wir müssen die Balance halten.“ Dem schloss sich Gschwandtner an und nannte, was erfolgreiche Biografien ausmache: „Durchstarten, dranbleiben, und schnell sein“, ist gleichzeitig sein Rat an die Gäste des Abends. Dann ermunterte er zum Highfive mit dem Sitznachbarn. „Jetzt haben wir alle ein Lächeln im Gesicht“, sagte er und knüpft daran noch einen weiteren Rat: „Vergesst's nicht auf das Lachen!“ Laufend zum Erfolg bedeutet also auch: lachend zum Erfolg.

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