Zukunft: Elf Thesen zur neuen Wirtschaft

Was die Zukunft bringt
Mehr Möglichkeiten, mehr Wettbewerb. Image wird wichtiger. Hyperflexible Mitarbeiter haben neue Führungsansprüche. Es wird eine neue Wirtschaft geben. Wie sie aussehen wird, dazu hat Vordenker und Visionär Mark Poppenborg elf Thesen aufgestellt. Wir haben sie zusammengefasst.

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Automatisierung
Die Sekretärin, die Telefontermine koordiniert? Dank Scheduling-Tools heutzutage undenkbar. Solche Tools müssen erfunden werden.

Doch von wem? Kreative Tätigkeiten bleiben beim Menschen. Aufgaben, die durch Wissen oder durch Algorithmen lösbar sind, wird der Computer übernehmen. Das hat Folgen für die Ausbildung. Wie viel zählt dann Wissen, das ohnehin der Computer hat? Und wie schult man Kreativität? 

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Innovation wozu?
Technologie um der Technologie willen einzuführen (Stichwort Digitalisierung) ist Nonsens. Was sich Unternehmer fragen müssen: Wem dient sie? Schafft sie neuen Kundennutzen? Eigene Ersparnisse? Nur dann hat sie Berechtigung.

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Ausdifferenzieren der Gesellschaft
Veganer oder Digitale Nomaden. Lebensstile oder Lebenslagen, die es früher nicht gab, sind nicht mehr zu ignorieren. Weil sie sich eine Interessensvertretung finden werden.

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Mehr Freiberufler-Karrieren
Immer mehr Menschen wollen mehr Freizeit und Flexibilität. Das führt dazu, dass sich Berufe entwickeln, die diesen Wunsch erfüllen.

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Markteintrittsbarrieren fallen
Im Internet vernetzen sich Menschen. Sie bilden  Gemeinschaften und machen es Produkten und Dienstleistungen somit einfacher, in Märkte einzutreten und gezielt Kunden zu erreichen. Es können auch Einzelunternehmen auf Online-Marktplätze handeln. Das verschafft ihnen Zugriff auf Wertschöpfungsketten, die ihnen früher verwehrt waren.

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Kapitalzugangsbeschränkungen sinken
Erfolgsversprechend dargestellt bekommt nahezu jede Idee Kapital - dank Crowdfunding, Venture Capital oder günstiger Kredite. Zudem sinkt die nötige Kapitalausstattung (wie z.B. bei Lean Start-ups) und die Innovationsgeschwindigkeit steigt.

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Banken sterben
Kyrptowährungen wie Bitcoins, die keine Zentralbank kontrolliert und ausgibt, werden immer häufiger genutzt. Damit sinkt die Bedeutung großer Banken.

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Mehr schwarze Schwäne
Der Welt vernetzt sich. Deswegen häufen sich „Black Swans“, also einflussreiche, unerwartete Ereignisse, die zeitlich und inhaltlich überraschen. Politische Rahmenbedingungen lassen neue Geschäftschancen entstehen. Es gilt: Je globalisierter der Handel, desto fragiler das System.

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Mehr Wettbewerbsfaktoren
Früher genügte es, als Unternehmen möglichst viel Ware möglichst günstig zu produzieren. Heute zählen auch andere Faktoren: Lieferzeit, Design, Image, Servicegrad, Umweltfreundlichkeit, Standort oder Sicherheit.

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No more Hire & Fire
Der Zugang zu Wissen ist nicht mehr privilegiert. Umso wichtiger das Können: um neue Ideen zu entwickeln etwa. Begabte Mitarbeiter sind damit nicht mehr austauschbar.

 

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Und die Moral...?
Die Wirtschaft muss sich der gültigen Moral unterwerfen. Auch wenn teurer, sind ethische Entscheidungen auf Dauer die besseren. Kein Unternehmen wird von moralischen Urteilen verschont bleiben. Social Media und Insider Berichte machen sichtbar, was früher verborgen blieb.

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Die Aufmerksamkeitsspanne sinkt
Alles wird schneller. Das löst ein Gefühl von Zeitknappheit aus. Unternehmen müssen um die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppen ringen.

 

Die Wirtschaft verändert sich rasend schnell. Jede kleine Idee kann zur gigantischen Chance werden. In diesem Sinne: Think Big!

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