Nächste Generation: Bitte übernehmen

Beinahe 90.000 Unternehmen in Österreich brauchen eine Nachfolgelösung

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Pixabay

Wenn ein Unternehmer im Alter von 65 Jahren in den Ruhestand treten will, muss er sich spätestens mit 60 um seine Nachfolge kümmern. Verpasst er den richtigen Zeitpunkt, kann dies zur Auflösung seiner Firma führen. Damit gehen Arbeitsplätze wie auch Knowhow, Kapital und Steuereinnahmen verloren.

In Österreich müssen gemäß der Analyse des Wirtschaftsinformationsdienstes Bisnode D&B in den kommenden fünf Jahren 87.870 Unternehmen an eine neue Generation von Besitzern übergeben werden. Dies entspricht satten 18 Prozent aller Unternehmen.

Am stärksten betroffen sind Einzelunternehmen: Über 21 Prozent haben einen Inhaber, der 60 oder älter ist. Bei GmbHs und sowie Kommandit-bzw. Offene Gesellschaften sind es immerhin noch jeweils 14 Prozent, die mehrheitlich unter Kontrolle von Personen sind, die sich innerhalb der nächste fünf Jahre in Pension begeben dürfen.

Besonders betroffen: Gesundheitsbranche

Die Branche mit der absolut höchsten Anzahl an potentiellen Nachfolgeproblemen ist der Gesundheitsbereich mit mehr als 8700 betroffenen Unternehmen von der Arztpraxis bis zur selbstständigen Krankenpflege. Stark vertreten sind desweiteren der Einzelhandel, der Gastronomiebereich sowie technische Dienste und Immobilien.

Was die regionale Verteilung betrifft, sind vor allem im Osten Österreichs Nachfolger gefragt. Auf Wien entfallen 21 Prozent auf Niederösterreich 19 und auf Oberösterreich noch 14.

Für Jungunternehmen, die gerne ein Geschäft in der Generationennachfolge übernehmen wollen, gibt es in Österreich also hinlänglich Potential. Vor allem, wenn man daran denkt, dass das durchschnittliche Pensionsalter deutlich unter 65 Jahren liegt, nämlich bei knapp über 60 Jahren.

 

 

 

 

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