Minenfeld Büro: Sätze, die Sie im Job niemals sagen sollten

Im Bewerbungsgespräch:
„Mein letzter Chef war so ein A....“

Genauso schlimm: ...

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...
„Meine letzte Firma war die Hölle.“

Was der Personalist denkt: „Wird er eines Tages auch über uns so reden?“

Noch immer im Bewerbungsgespräch:
„Ich will bei Ihnen ganz nach oben.“


Was der Personalist denkt: „Aha, ein Sesselsäger.“
Fragen Sie sich besser: Welchen Nutzen bringen Sie dem Unternehmen (nicht das Unternehmen Ihnen)?

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Am ersten Arbeitstag, beim Betreten des Großraumbüros:
Mauern. Ohne Worte, ohne links und rechts zu schauen den Schreibtisch ansteuern

Besser: den Raum betreten, als wäre es Ihrer. Um sich blicken, Augenkontakt, lächeln, grüßen.

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Zu den neuen Kollegen:
„Über mich gibt es nicht viel zu erzählen.“


Was die Kollegen denken: „Langweilig.“ „Unsicher.“ „Sind wir ihm nicht gut genug?“
Besser: ausgewählte berufliche und private Eckdaten preisgeben. Letzter Job, Familienstand, Kinder, Hobbys. Der Rest ergibt sich.

Im Projekt, das gut läuft:
„Aber da ist noch dieses eine Detail...“

Was der Chef denkt: „Hat er das wirklich im Griff?“
Besser: „Alles bestens.“

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Wenn ein Fehler passiert ist:
„Tut mir ja so leid. Wirklich. Ich bin ganz zerknirscht. Echt.

Was der andere denkt: „Loser.“
Besser: „Mit ist klar, dass das falsch war. Kommt nicht wieder vor.“

Im Meeting:
„Entschuldigung, dass ich auch etwas sage...“

Was der andere denkt: „Macht sich klein.“
Besser: ohne Einleitung zum Punkt kommen.

Wenn Sie zu spät zum Meeting kommen:
„Der Stau...“

Was die anderen denken: „Hat ein schlechtes Gewissen.“
Besser: reinkommen, nicken, hinsetzen, zuhören, schweigen, Übersicht gewinnen.

Wenn Sie eine Präsentation halten und keiner hört zu:
„Langweile ich Sie?“

Was die Kollegen denken: „Ja.“
Besser: sich auf die letzten Aufmerksamen konzentrieren und mit ihnen in den Dialog treten.

Im Gespräch:
„Ich finde, ...“

Meinung statt Fakten.
Besser: „Ich denke, ...“
Noch besser: gleich zum Punkt kommen.

Noch immer im Gespräch:
„Macht das für Sie Sinn?“


Was der andere denkt: „Für ihn etwa nicht?“
Besser: weglassen

Um eine Diskussion zu beenden:
„Es ist, wie es ist.“

Ebenso:
„Alles hat seinen Grund.“

Warum nicht? Weil das Killerphrasen sind.

Wenn ein Kollege in Tränen ausbricht:
„Bitte nicht weinen.“

Weil der Kollege emotional ohnehin überfordert ist und so die Aufmerksamkeit noch mehr auf seine vermeintliche Schwäche gelenkt wird.
Besser: einfach weiterreden.

Beim Geschäftsessen:
„Ich weiß nicht, was ich nehmen soll.“

Was der Geschäftspartner denkt: „Weiß nicht, was er will.“
Besser: rasch eine Wahl treffen (eine, bei der Sie nachher weder Spinat noch Mohn zwischen den Zähnen haben). Richtwert: 20 Sekunden.

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Zu einem Spitzenmanager:
„Das habe ich auch erlebt.“

Spitzenmanager interessieren sich nicht für die Erlebnisse hierarchisch unter ihnen Stehender. Hören Sie ihnen einfach zu. Das mögen sie.

In einer e-Mail:
„MACH DAS SOFORT!“

Auch wenn es wirklich dringend ist: Schreiben Sie nie alles in Großbuchstaben. Höchstens ein Wort hervorheben.

Zuletzt ein Tipp, was Sie sagen dürfen, wenn Sie in die Fänge eines psychopathischen, sadistischen oder sonstwie bösen Chefs geraten sind:
„Warum machen Sie das?“

Weil ihn das aus dem Konzept bringt.
Viel Glück!

Alle Anregungen stammen aus dem Buch „Will noch jemand einen Wodka?“ von Ross McCammon.

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